Fischereiverein lässt Hahnbacher Gemeindeweiher ab
Das "blaue Auge" ist ausgelaufen

Die Novembernebel waberten gespenstisch, als der Fischereiverein den Gemeindeweiher abfischte. Bild: mma
Lokales
Hahnbach
01.12.2014
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Die Hahnbacher können ihre Schlittschuhe und Eisstöcke schon mal hervorholen, denn der Fischereiverein hat den Gemeindeweiher abgefischt. Das Gewässer hielt eine tolle Überraschung bereit.

Nachts friert es bereits und mancher freut sich auf den "Spaß- und Sportweiher" an der Umgehungsstraße. Vorher aber mussten die in dem großen Tümpel lebenden Fische gefangen werden. Das "blaue Auge" Hahnbachs, um das sich Sportverein, Fischerhütte, Siedlerbund-Stadel und Rotkreuz-Gerätehaus gruppieren, ist ein typischer oberpfälzischer Karpfenteich. Flach wie er ist, kann im Sommer die Wassertemperatur bis auf 25 Grad steigen. Sein ausgeprägter Röhrichtgürtel bietet den Fischen Unterstand und Ruhezone.

Mit viel Sachverstand ließ der Fischereiverein den Weiher schonend, das heißt über mehrere Tage hinweg, ab. Im Morgennebel wagten sich zwei Mann, ausgerüstet mit Wathosen und Keschern, in den Morast, um die verbliebenen Fische zu ernten. Gestandene Mannsbilder fungierten als sogenannte Hinausträger, auf die am Ufer mehrere Sortierer warteten. Die Fische wurden nach Größe, Art und Verwendung eingeteilt und in andere Gewässer versetzt oder in Hälterungen befördert.

Vorsitzender Helmut Kern zeigte sich sehr zufrieden, denn erstmals hatten die Karpfen aufgrund der ganzjährig milden Witterung wieder erfolgreich abgelaicht. Zahlreiche einjährige kleine Karpfen, sogenannten K 1, sorgten bei den Petrijüngern für beste Stimmung. Auch der restliche Bestand zeugte von einer gesunden Vielfalt. Man entnahm immerhin acht Zentner Karpfen, einen Zentner Schleien und ungefähr 50 Stück Zander. Aber auch Rotaugen, Rotfedern, Döbel, Karauschen, Graskarpfen und Brachsen waren darunter. Schon ist der braune Schlamm verschwunden und neues Wasser zugelaufen.
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