Gartenbauverein erhält bei Führung Einblick in Anzucht der Amberger Blütenpracht
Stadtgärtner öffnen Schatztruhe

Lokales
Hahnbach
14.04.2015
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Auf den 2200 Quadratmetern unter Glas werden platzsparend, auf 2000 verschiebbaren Tischen, Tausende von Pflanzen selber gezogen: Eine große Gruppe des Obst- und Gartenbauvereins war begeistert von den Einblicken, die sie bei einer Führung durch die Stadtgärtnerei Amberg mit Wolfgang Schröder erhielt.

Dieser erklärte beim Rundgang durch die 2001 gebauten, modernen Gewächshäuser Bewässerung, Düngung und Beschattung, sowie die Temperaturregelung per Computer. Auch die "Juwelen" der Gärtnerei bekamen die Hahnbacher zu sehen - teils über 40 Jahre alte Palmen und riesige Topfpflanzen im vier Meter hohen Tropenhaus. Wie die weiteren Treibhäuser, deren Temperaturen von 14 bis 26 Grad Celsius variiert werden können, herrschen hier laut Schröder primär durch eine Hackschnitzel- und Gasheizung sowie Isolier-Energieschirme aus Spezialgewebe beste Bedingungen.

Auch die nachhaltige Bewässerung samt integrierter Düngung der einzelnen Sektoren mit je vier Tischen durch eine 150 Kubikmeter große Zisterne zeigte Schröder. Ein bestens eingestellter Kreislauf verhindere eine Verschwendung dieser wertvollen Ressource. So werde nur ganz selten noch zusätzlich Trinkwasser benötigt. Über die Verwendung der verschiedenen Erden erfuhren die Teilnehmer viel Wissenswertes. Die richtige Düngung und auch eine umweltschonende und effektive Schädlingsbekämpfung waren weitere Themen.

Geduldig beantwortete Schröder zudem Fragen zur Planung der beiden Meister Norbert Wellnhofer und Bernhard Richter: Diese erarbeiteten oft schon "über ein Jahr im Voraus" in ihren jeweiligen Ressorts Pflanzpläne und Konzepte. Großes Lob spendeten alle Teilnehmer den Stadtgärtnern dafür, dass sie zweimal im Jahr in Ambergs Anlagen eine blühende Augenweide bieten.

Unverständnis herrschte über Diebstahl und Vandalismus an der Blumenpracht. Schröder bat darum, hier Augen und Ohren offen zu halten, damit die Arbeit der bis zu 40 angestellten Arbeitskräfte nicht vergebens sei.
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