Hilfsorganisation Africa Luz präsentiert sich beim Frauenbund: Mobile Operationen, Klinik und ...
Kampf gegen Blindheit und Armut

Eine Spende von 200 Euro überreichte FU-Vorsitzende Evi Höllerer an Bärbel Birner, Geschäftsführerin von Africa Luz Deutschland. Bild: hfz
Lokales
Hahnbach
10.09.2015
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Hier sind Menschen vereint, die helfen: Das erfuhr die Frauen-Union Hahnbach und Umgebung bei einem Vortrag, mit dem sich die Hilfsorganisation Africa Luz vorstellte. Geschäftsführerin Bärbel Birner schilderte Erlebnisse aus vielen Einsätzen in Afrika und Nepal.

Africa Luz Deutschland wurde 1998 gegründet. Seitdem kämpft die Organisation ehrenamtlich gegen Blindheit und Armut - dafür tragen die Helfer sogar ihre Reisekosten selbst. Wie Bärbel Birner berichtete, gibt es rund vier Millionen Blinde auf der Welt: 75 Prozent von ihnen könnten sehen, wenn die medizinische Versorgung in den Entwicklungsländern nicht so katastrophal wäre.

Africa Luz hat in Nordkamerun drei Lkws mit hochwertigen Geräten zur Bekämpfung von Augenkrankheiten ausgerüstet. Ziel ist es, das nationale Gesundheitswesen zu unterstützen und die Ausbildung von Fachkräften zu fördern - Hilfe zur Selbsthilfe für die Ärmsten der Armen. Kommen die mobilen OPs in ein Dorf, warten dort schon viele Menschen. Viele Augenkrankheiten entstehen durch die hohe Sonneneinstrahlung und Staub.

Für die Helfer vor Ort ist die Kommunikation oft sehr schwierig, da hier sehr viele verschiedene Dialekte gesprochen werden. Sogenannte Medizinmänner haben immer noch großen Einfluss. Die Ehrenamtlichen von Africa Luz sind dennoch unermüdlich im Einsatz und haben schon viele Menschen operiert und zahlreiche Untersuchungen vorgenommen.

Seit 2000 engagiert sich der Verein auch in Nepal. Hunderte Blinde wurden dort in der Chhatrapati Free Clinic von Prof. Dieter Dausch und Axel Fehn kostenlos am grauen Star operiert. In einem Neubau dieser Klinik entstand durch die Mithilfe von Africa Luz eine Augenabteilung, in der einheimische Ärzte stundenweise ehrenamtlich arbeiten. Eine große Herausforderung war die Errichtung eines Hauses, das sozial schlecht gestellte Kinder mit warmem Essen, sauberem Wasser und Schulbildung unterstützt.
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