Im Tod einen Freund sehen

Lokales
Hahnbach
09.05.2015
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Über "Ich freue mich, wenn ich sterben darf" sprach Alfred Auer auf Einladung der KAB im Pfarrsaal. Auer betonte, dass er primär Gedankenanstöße geben wolle und wohl auch neue Blickwinkel auf das sensible Thema. Neben vielen Zitaten wie "Es gibt erfülltes Leben trotz vieler unerfüllter Wünsche" von Dietrich Bonhoeffer oder Friedrich Schillers "Ach, wie glücklich sind die Toten" ging er besonders auf Kaiser Heinrich V. ein. Dieser habe korrekterweise behauptet: "Elend ist, der sich den Tod wünscht, doch noch elender, der ihn fürchtet." Laut Alfred Auer sollte ein Christ den Tod auch nicht fürchten, sondern sich vielmehr auf das ewige Leben freuen.

Mit Ausschnitten aus dem Film "Mein Kind muss leben" zeigte Auer, dass der Mensch "Leid nicht haben will". Dieses gehöre aber zum Leben und nur so könne dann "der Tod als Freund" versöhnt wahrgenommen werden. Würde man allerdings "an Besitz, Reichtum und Macht kleben", könne "Sterben als Gewinn" nicht mehr gesehen werden.

"Die Unnachgiebigkeit Gottes und die Unnachgiebigkeit unserer Zellen" gehören für den Pensionisten zusammen. Mit einem Rollenspiel wollte er aufzeigen, dass "wir alleine verantwortlich sind", ins "ewige Leben" zu gelangen und dazu sehr wohl auch Grenzen brauchen. "Gott vernichtet diejenigen, die nicht glauben", zitierte er aus dem Buch Exodus und berief sich auf weitere Bibelstellen.
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