Jürgen Göpfert und der "Ossiweiher" in Hahnbach
Beispielhafte Oase

Lokales
Hahnbach
30.09.2015
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Nach einigen Jahren des Wildwuchses wird von den Anwohnern mittlerweile die Weiheranlage am Beginn des Osterbrunnenweges als beispielhafte Oase im Westen von Hahnbach bezeichnet.

Durch Bautätigkeiten vor einigen Jahren wurde der Zulauf des Weihers offensichtlich verschüttet oder so sehr beschädigt, dass die beiden, über Jahrzehnte bewirtschafteten Fischteiche austrockneten und mit ungepflegtem Bewuchs verwucherten.

Längere Zeit befassten sich die Hahnbacher Gemeinderäte samt Bürgermeister sowie viele Anwohner mit der Frage, wie die Teiche wieder mit Leben befüllt werden könnten. Gar manche Überlegungen scheiterten, so dass viele die Hoffnung auf eine Wiedernutzung der Weiheranlage schon aufgaben.

Im Jahre 2013 nahm sich dann aber der aus Thüringen in die Nachbarschaft zugezogene Jürgen Göpfert der Angelegenheit an und suchte nach einer machbaren Lösung.

Mit einem etwa einhundert Meter langen provisorischen Zulauf aus dem oberen Teil des Osterbrunnenbaches überzeugte er die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses bei einer Besichtigung, wie die Teiche befüllt werden können. Die Übernahme der Kosten von geschätzten 15 000 Euro durch die Gemeinde für eine umfassende Sanierung der Anlage wurde deshalb zugesagt. Mit viel Eigenleistung konnten diese sogar um etwa ein Drittel verringert werden.

Zunächst wurde die dringend notwendige Befestigung des Uferbereiches mit grobem Schotter angegangen und der Weiher begehbar gemacht. Mit dem anfallenden Aushub wurde der kleine Teich zugefüllt und Flachwasserzonen im großen Teich angelegt.

Viel Altmaterial und Müll musste entsorgt werden. Ein neuer Mönch (also ein regulierbares Ablaufwerk) wurde eingesetzt. Als Zugang zum Weiher wurde ein überdachter Holzsteg errichtet.

Die Begrünung des Dammes erfolgte mit heimischen Sträuchern und Bäumen. Inzwischen haben sich Schilf, Wasserlilien und Rohrkolben prächtig entwickelt.

Karpfen, Schleien, Störe, Zander und Koi sorgen für ein lebhaftes Treiben im Wasser. Gelbe und weiße Teichrosen bedecken teilweise die Wasserfläche. Auch Nistkästen wurden an den Bäumen angebracht. Für die Anwohner bestehen zum Gießen ihrer Hausgärten Zugänge. Rings um das Ufer laden Ruhebänke zum Verweilen ein. Für kleine Zusammenkünfte steht sogar ein Grillplatz zur Verfügung. Selbst Fotografen von Hochzeitspaaren haben das ganze Gelände als bestens geeignete Kulisse entdeckt. Die Anlage ist für alle frei zugänglich.

Ein großes Anliegen ist Jürgen Göpfert und seiner Lebenspartnerin Elisabeth Käufl die Sauberkeit in der Anlage. Dazu wurden im Zugangsbereich auch neben Abfallbehältern auch ein Plastikbeutelspender sowie ein Koteimer für die Hinterlassenschaften von Hunden aufgestellt. Viele Komplimente bekommt Göpfert für seine gelungene Leistung. Zu seinem "Ossiweiher" meint er: "Es macht einfach Spaß."
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