"Kirche geschieht in Menschen"

Lokales
Hahnbach
13.11.2014
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"Heiter und doch ein wenig wehmütig" empfand Pfarrer Dr. Christian Schulz die Musik der bolivianischen Gruppe Sacambaya. Die vielen Zuhörer waren ebenfalls begeistert und bewiesen Großherzigkeit für die Projekte der Indios.

"Amistad sin Fronteras" - Freundschaft ohne Grenzen - besangen Heidy und Paula mit den fünf Musikern der indigenen Gruppe Sacambaya aus der bolivianischen Provinz Ayopaya im Familiengottesdienst. Coco Aquino, der Leiter der Gruppe, der bereits vielen Hahnbachern durch Auftritte in den Vorjahren kein Unbekannter ist, bedankte sich für die Einladung. Aus der Missa Criolla stammten die anrührenden Stücke der Gruppe aus Zentralbolivien. Das Familiengottesdienstteam brachte, ebenfalls passend, die Weltkirche in Form eines Globus' vor den Altar. Die Kinder mahnten, stets mit Mund, Ohr, Fuß, Auge, Hand und Herz bereit zu sein, aufeinander zuzugehen.

Pfarrer Schulz sagte in der Predigt, dass der Sonntag an den Weihetag der eigentlichen Papstkirche, der Lateranbasilika (vor 1700 Jahren), erinnern solle. "Die wesentliche Kirche aber geschieht in den Menschen", die Tempel Gottes sein sollten, betonte er. Die von Kindern gelegten Fußspuren zeigten auf, dass alle auf dem Weg zur immer besseren Gemeinschaft in Jesus sein sollten.

Am Ende der Eucharistiefeier stellte Agraringenieur Coco Aquino eines der neuen Projekte des ACC (Ayopaya Centro Cultural) vor. Man wolle durch unbürokratische Kleinkredite von 300 bis 500 Euro für gutes Saatgut den indianischen Bauern zum besseren Leben verhelfen. Margret Hirsch leitete für diesen Zweck eine 500-Euro-Spende vom Eine-Welt-Laden weiter und Alfons Nagler überreichte weitere 425 Euro, die er durch den Verkauf seiner handgefertigten Holzsparbüchsen eingenommen hatte. Eine Kontinente übergreifende Freundschaft besangen alle noch mit dem "Jeder ist ein Fremder in einem andren Land" und dem "Cambio todo" (Alles ändert sich). Bürgermeister Bernhard Lindner lud die Musiker hinterher zum Essen ein und unterstrich mit einer Spende von 200 Euro die Verbundenheit der Gemeinde mit den Selbsthilfeprojekten in Bolivien.
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