Kultur-Franze-Ära ist zu Ende

Lokales
Hahnbach
28.10.2015
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Nach 35 Jahren an der Spitze des Hahnbacher Kulturausschusses (HKA) stellte sich Franz Erras aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Wahl. Mit einem überwältigen Ergebnis wurde Martin Wild zu seinem Nachfolger bestimmt.

Bei der Herbstversammlung im voll besetzten Gasthof Ritter erwähnte Erras als herausragende Veranstaltung dieses Jahres das Marktfest. Besonders habe sich dabei die begrenzte Zulassung von Musik bis 1 Uhr und des Getränkeausschanks bis 2 Uhr bewährt, negative Auffälligkeiten seien keine bekannt geworden. Auch wenn sich der Besucherandrang beim Gemeindeball in Grenzen gehalten habe, zeigte sich Erras mit dem Verlauf der übrigen Veranstaltungen zufrieden. Terminvormerkungen für 2016 sollten im Rathaus abgegeben werden, forderte er auf.

Weniger Teilnehmer

Schriftführerin Hildegard Gallitzendörfer stellte in ihrem Bericht besonders das Kinderferienprogramm heraus. Trotz ansprechender Angebote hätten sich nach 487 Kindern im Vorjahr heuer nur 350 an 22 Veranstaltungen beteiligt. Auf die Probleme beim Fahrdienst werde man zu gegebener Zeit zu sprechen kommen. Kassier Willi Hofmann verwies auf geordnete Finanzen. Die Gemeinde habe dem HKA 8630 Euro zur Verfügung gestellt. Ein Großteil solle als Zuschüsse an die Vereine und Gruppierungen verteilt werden.

Bürgermeister Bernhard Lindner würdigte das Wirken des scheidenden Vorsitzenden. "Franz Erras verkörperte mit Herzblut ehrenamtliche Tätigkeit", hob er hervor. Mit der Verleihung der Bürgermedaille in Gold solle das Ehrenamt auch allgemeine Anerkennung erfahren. Gerade in der Zeit der Gebietsreform habe der HKA maßgeblich zum Zusammenwachsen der Ortschaften in der Marktgemeinde beigetragen. "Der Ausschuss ist eine Klammer und Bindeglied für die ganze Kommune", stellte Lindner fest. Seine Zusammensetzung aus allen Bereichen des Vereinslebens sei das Geheimnis des HKA-Erfolges.

Im Hinblick auf 2021 lud Lindner die Vereine ein, sich gemeinsam mit Heimatpfleger Ludwig Graf Gedanken über die Gestaltung einer 900-Jahr-Feier des Marktes Hahnbach zu machen. Damit er nicht mit den Festgottesdiensten kollidiert, soll der Neujahrsempfang der Gemeinde künftig abends stattfinden. Der Bürgermeister bat die Vereine, bei der Terminplanung die Primizfeierlichkeiten am 25./26. Juni 2016 in Hahnbach zu berücksichtigen.

Zuschussanträge einreichen

Der neue Vorsitzende appellierte, zur Verteilung von Mitteilungen die E-Mail-Adressen aktuell zu halten. Zuschussanträge an den HKA müssen bis Sonntag, 8. November, beim Vorsitzenden oder der Gemeindeverwaltung abgegeben werden. Für die Pfarrei dankte Pfarrvikar Christian Preitschaft bei den Vereinen, denn sie hätten auch im kirchlichen Bereich einen großen Anteil am guten Zusammenleben. Ehrenamtliche Tätigkeit, wie sie in Hahnbach gepflegt werde, sei nicht selbstverständlich.
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