Linedance um den Baum

Lokales
Hahnbach
28.07.2015
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Seit dem Mittelalter werden zur Verehrung des heiligen Jakobus Feste gefeiert. Anfangs noch eher als eine Art Erntedank mit dazugehörigem Marktgeschehen. Daraus wurden Jahrmärkte und in Hahnbach praktisch ein Bürgerfest.

Der Sonntag begann mit einem Festgottesdienst in der übervollen Pfarrkirche. Die Singgemeinschaft St. Jakobus unter der Leitung von Jana Müller begleitete mit Christof Weiß an der Orgel musikalisch den Familiengottesdienst. 19 Fahnen und Standarten schmückten den Hochaltar, und Pfarrer Dr. Christian Schulz zelebrierte die Eucharistiefeier. Kinder hatten mit Erklärungen über "Schutz und Schirm" den Patroziniums-Gottesdienst für St. Jakobus eröffnet. Eigens war dazu die Apostelstatue vom Hochaltar geholt und vor den Volksaltar positioniert worden. Pfarrer Schulz predigte, dass Heilige oft übergroß dargestellt und so wohl durchaus Furcht vor einem allzu hohen Ideal auslösen könnten. Doch auch sie seien ganz normal und menschlich gewesen.

Stets Diener bleiben

So war im Evangelium zu hören, dass die Mutter der Zebedäus-Söhne Jakobus und Johannes einmal Jesus um eine herausragende Stellung für ihre Söhne gebeten habe. Ein eigentlich normales menschliches Bedürfnis nach Anerkennung, meinte der Pfarrer. Gefährlich werde es allerdings, wenn dieser Wunsch dazu führe, andere klein zu machen, nur um selbst größer zu wirken. Hier habe Jesus klar Stellung bezogen und eine "Umkehr der Machtverhältnisse" gefordert. "Wer unter euch der Größte sein will, der sei der Diener aller", laute die Botschaft.

Nach dem Gottesdienst formierte sich ein langer Zug mit den Marktbläsern unter der Leitung von Matthias Fenk an der Spitze. Den 20 Kirchweihpaaren in Dirndln und Lederhosen folgte ein Männertrio aus Politik (Bürgermeister Bernhard Lindner), Geistlichkeit (Pfarrer Dr. Christian Schulz) und Kultur (Franz Erras). Gemeinderäte, Vereine und Teile der amerikanischen Patenkompanie marschierten mit und eröffneten so den weltlichen Teil des alljährlichen Marktfestes.

Gelungener Auftakt

Auf die Besucher warteten anschließend rund um die Hauptstraße viele Schmankerln und der übliche Festbetrieb. Am Nachmittag war auch für Kinder viel geboten, darunter erstmals ein "Hahnstechen". Nicht nur der Kirchweihbaum wurde zum Auftakt des Marktfestes gut durchgeblasen, am Tag zuvor bliesen fast 80 Musiker den Hahnbachern nicht nur einen Marsch und schönste Melodien. Traditionell eröffneten die Jagdhornbläser die vier Proklamationen des Herolds.

Danach reihten sich musikalisch die Hahnbacher Marktbläser, DAS-Orchester aus Ostfriesland und weitere Musikanten in der Hauptstraße schmissig ein. Der Vorsitzende des Kulturausschusses, Franz Erras, postulierte den zweitägigen Marktfrieden, und Bürgermeister Bernhard Lindner freute sich besonders über das "musikalisch gut aufgestellte Fest". Eine Attraktion stellte natürlich das nordfriesische Orchester aus Drehsdorf, Ahrenshöft und Stapel, deshalb DAS-Orchester, dar. Mit 50 Mann war zudem die Vilsecker Pateneinheit des Support Squadron, Second Cavalry Regiment gekommen und nahm Franz Erras als ihr Ehrenmitglied auf.
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