Pfarrer möchte länger bleiben

Lokales
Hahnbach
12.11.2014
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"Mein Engagement in dieser großen Seelsorgeeinheit ist definitiv längerfristig - so der Herr will". Mit dieser Mitteilung überraschte Pfarrer Dr. Christian Schulz bei seiner ersten Pfarrversammlung.

Der Geistliche freute sich über das große Interesse am Sonntagabend, denn gut gefüllt war der Rittersaal. Harmonisch eröffnete und begleitete die Singgemeinschaft St. Jakobus mit Irene Klier am E-Piano den Abend. Der Sprecher des Pfarrgemeinderats, Markus Hubmann, stellte die Aufgaben des Gremiums vor. Neben den 14 Sitzungen habe man ein breites Spektrum von Angeboten offeriert: Einkehrtage, Bildungsabende, Seniorenarbeit, Teilnahme am Ferienprogramm, Einsatz bei kirchlichen Festen, Ehejubiläen und Eine-Welt-Engagement. Die Frohnbergfestwoche zählte zwar zur arbeitsintensivsten Zeit, aber auch zu den schönen Höhepunkten im Kirchenjahr, betonte Hubmann.

Neue Homepage

Der Abschied von Pfarrer Thomas Eckert, der Empfang des Nachfolgers Dr. Christian Schulz und des Ruhestandsgeistlichen Hans-Peter Heindl, die Zusammenlegung mit Gebenbach und Ursulapoppenricht zur Seelsorgeeinheit und noch vieles mehr, habe man verantwortlich mitgetragen. Derzeit sei eine neue und attraktivere Homepage in Arbeit.

Kirchenpfleger Konrad Huber vertrat die Kirchenverwaltung und stellte deren primäre Aufgabe, die Vermögensverwaltung, nicht nur der fünf Stiftungen, vor. Mit sechs Ehrenamtlichen seien viele Aufgaben zu meistern, wie Haushaltspläne zu verabschieden und Personalentscheidung zu treffen. Insgesamt zähle die Pfarrei 36 Beschäftigte. Huber dankte für die "unglaubliche Großherzigkeit der Pfarrgemeinde", die zahlreiche Renovierungen und Neubauten ermöglicht hatte.

Für die Kirchenverwaltung Iber sprach Josef Hollweck. Derzeit sei man mit der Innen- und Außenrenovierung des Kirchturms beschäftigt. Gut angenommen würden der neue Freitagsgottesdienst und die jeden zweiten Freitag im Monat stattfindenden Treffen der Gemeinde im Jugendheim. Sein Dank ging an Spender und ehrenamtliche Einsätze der Ibringer. Frauenbund-Bezirksleiterin Margret Hirsch präsentierte zahlreiche Tätigkeiten des mit 360 Mitgliedern stärksten kirchlichen Vereins der Pfarrei. Einige Aktionen hatten gemeinsam mit dem Diözesan- und Landesverband deutschlandweit Aufmerksamkeit bekommen, wie die Solibrotaktion, der Fair-Trade-Kaffee oder die Unterschriftensammlung für die Mütterrente.

In Kirche und Welt

Die Katholische Arbeitnehmer Bewegung (KAB) stellte Vorsitzender Josef Kotz vor. Um die Ziele der katholischen Soziallehre umzusetzen, habe man in Kirche und Welt Aktivitäten und Lobbyarbeit geleistet. Bildungsangebote, aber auch Arbeitsrechtsberatung oder Betriebsseelsorge gehörten zu bleibenden Themen. Die Jugendgruppen aus Iber, Hahnbach und Süß stellten sich vor. Sie wurden von Sabrina Gebhardt, Florian Kohl, Tobias Christau, Lisa Wawersig und Franz Geilersdörfer vertreten.

"Es war ein gutes Jahr, in doppeltem Wortsinn", resümierte Pfarrer Schulz seine Zeit in Hahnbach. Dies habe ihn und seine Eltern bereits heimisch werden lassen. Alle fühlten sich wohl. Er sei dankbar für das Engagement so vieler Ehrenamtlicher und Hauptberuflicher. Besonders hob er Ruhestandsgeistlichen Hans-Peter Heindl hervor, der ihm zur Seite stehe. Auch den zwei Diakonen, dem Pfarrvikar, den Chören, der politischen Gemeinde und den Vereinen dankte er, ebenso Rita Weiß, Markus Hubmann, Konrad Huber, Pfarrsekretärin Hannelore Schuster und Mesnerin Rosmarie Rauch.

"Hahnbach ist keine Insel der Seligen", wusste er und forderte ein entschiedenes Bekenntnis zu Jesus Christus. Dies habe er besonders in der Frohnbergfestwoche gespürt, die weit über die Pfarrgrenzen hinaus zum "wirklichen geistigen Ereignis" geworden sei. "Ich möchte länger bleiben", versicherte er.

Bürgermeister Bernhard Lindner bat die Pfarrgemeinde um Meldungen von Einzelpersonen oder Gruppen im Rathaus. Man wolle einen Hilfspool für die erwarteten 15 Flüchtlinge bilden, die in drei Wohnungen einziehen sollen.
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