Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg zieht Bilanz mit Bürgermeistern von Hahnbach, Poppenricht ...
"Welt hier noch weitgehend in Ordnung"

Lokales
Hahnbach
05.05.2015
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Zum Sicherheitsgespräch trafen sich im Hahnbacher Rathaus die Bürgermeister Bernhard Lindner (Hahnbach), Peter Dotzler (Gebenbach) und Franz Birkl (Poppenricht mit den Leitern der Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg, Klaus Erras und Michael Kernebeck. Die allgemeine Aussage beider Beamter: "Man kann zufrieden sein. Aus polizeilicher Sicht ist hier die Welt noch weitgehend in Ordnung."

Hohe Aufklärungsquote

Insgesamt betrachtet könnten sich die Bürger sicher fühlen. Während im bayerischen Durchschnitt die Häufigkeitszahl (Straftaten pro 1000 Einwohner) bei 51,6 und die Aufklärungsquote bei 64,4 Prozent liegen, stellten sich die Zahlen für die drei Gemeinden positiver dar. So wurde die Polizei nach Auskunft der Beamten in Gebenbach 23 Mal aktiv, was einem Wert von 24,9, bezogen auf die Häufigkeitszahl, entspreche. Insgesamt konnten 19 Fälle (82,6 Prozent) aufgeklärt werden.

Einen Rückgang der Straftaten registriert die Statistik für Poppenricht - "trotz" der Nähe zu den größeren Städten Amberg und Sulzbach-Rosenberg. Die Anzahl der bekannt gewordenen Delikte ist hier von 64 auf 59 gesunken, was der Häufigkeitszahl von 25,5 gleichkommt. 43 Fälle (72,9 Prozent) wurden hier aufgedeckt, berichteten Erras und Kernebeck. Nur eine subjektive Verschlechterung der Statistik verzeichnet nach ihren Worten die Gemeinde Hahnbach. Im Vergleich zu 2013 stiegen die Straftaten um neun Fälle auf 86, bedingt durch einen geklärten Seriendiebstahl mit elf Geschädigten aus den Umkleidekabinen eines Sportvereins. Die sehr niedrige Häufigkeitszahl von 17,6 zeige dagegen die "gute Sicherheitslage". 51 Fälle (59,3 Prozent) wurden hier aufgeklärt.

Betäubungsmitteldelikte sind in den drei Kommunen auf ein Minimum zurückgegangen. Die Internetkriminalität ist einem bayernweiten Trend folgend insgesamt zwar rückläufig, hinsichtlich der oft großen Sorglosigkeit der Bevölkerung zu dieser Thematik bestehe aber nach wie vor hoher Aufklärungsbedarf.

Sehr hilfreich fanden die Beamten die oft positive Mithilfe der Öffentlichkeit gerade in ländlichen Gegenden bei der Aufklärung von Straftaten. Wegen der relativ geringen und unspektakulären Delikte in den drei Gemeinden schilderten die Polizisten etliche Fälle noch einmal kurz im Rückblick. Gewaltkriminalität spielte dabei keine große Rolle. Aus polizeilicher Sicht bewährt hat sich nach ihrer Ansicht die dezentrale Unterbringung von Asylbewerbern. Insgesamt sei bei der Bevölkerung eine "zunehmend positive Grundeinstellung" zur Flüchtlingsproblematik im Vergleich zu früheren Jahren zu erkennen.

"Kleiner Dienstweg" hilft

Bürgermeister Bernhard Lindner bedankte sich auch im Namen seiner Kollegen für die "unkomplizierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg". Besonders die "Amtshilfe auf dem kleinen Dienstweg" sei oftmals sehr hilfreich.
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