Polizist klärt Hahnbacher Achtklässler über Gefahren des Drogenkonsums auf
Crystal Speed entzaubert

Polizeihauptkommissar Michael Eckl (links) und der Hahnbacher Rektor Heinz Meinl. Bild: wos
Lokales
Hahnbach
21.04.2015
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"Warum wird der Konsum von legalen Drogen wie Alkohol und Nikotin nicht verboten, wenn sie so gefährlich sind?" Das war eine von vielen Fragen, die Polizeihauptkommissar Michael Eckl bei seinem Vortrag an der Hahnbacher Mittelschule zu beantworten hatte.

Seit Jahren hält der bei der Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg tätige Eckl für die 8. Klassen der Mittelschule einen Vortrag über legale und illegale Drogen und die Arbeit der Polizei im Zusammenhang mit Drogendelikten. Der Beamte erörterte zu Beginn den Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion und ging anschließend auf die Gefahren von legalen Drogen wie Alkohol, Nikotin und Schnüffelstoffe ein. Im Bereich der illegalen Drogen stellte er die Betäubungsmittel Haschisch und Marihuana als typischen Einstieg vor. Deren Gefahren führte Eckl den Buben und Mädchen dabei eindrucksvoll vor Augen. Das derzeit größte Problem stelle in der Oberpfalz Crystal Speed dar. Crystal sei ein hochreines, kristallines Methamphetamin. Eine, meist in Tschechien in Labors künstlich hergestellte Droge, die durch die Nähe zu den Drogenküchen relativ leicht zu erhalten sei. Crystal Speed führe zu Aggressivität und Wahnvorstellungen. Es schädige Blutgefäße im Gehirn, Schlaganfall und Herzinfarkt könnten die Folgen des Konsums sein. Besonders gefährlich sei, dass Crystal sehr schnell abhängig mache.

Schmerzhafter Entzug

Heroin, so Eckl, sei die gefährlichste Droge. Grundstoff sei das Opium, welches aus Schlafmohn gewonnen wird, der vor allem aus Afghanistan stammt. Die Wirkungsweise und die äußerst schmerzhaften Entzugserscheinungen erläuterte der Polizist genauer. Überrascht waren die Schüler, als Eckl die rechtliche Seite ansprach und meinte, dass der Konsum erlaubt, der Besitz von Drogen aber strafbar sei. Der Besitz von Drogen führe zu Durchsuchungen, Beschlagnahmung des Stoffs, erkennungsdienstlichen Maßnahmen bis zur Erörterung der Haftfrage.
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