Souverän, als wäre er schon sehr ewig im Geschäft, leitete Bürgermeister Bernhard Lindner seine erste Bürgerversammlung und ließ dabei keine Frage offen. Nicht ein Antrag lag vor. So ging er davon aus, dass die Hahnbacher zufrieden sind.
Ran an 5000-Einwohner-Marke

Im Bereich des verwachsenen Vilsufers kann sich Bürgermeister Bernhard Lindner eine Freizeitanlage mit Sitzterrassen, Mehrgenerationen-Spielplatz und Anlegeplatz für Zillen vorstellen, damit Gockelwiese und Vilsufer als Einheit erlebbar werden. Dies soll Thema bei der nächsten Sitzung des Marktgemeinderats sein. Bild: ibj
Lokales
Hahnbach
01.12.2014
6
0
(ibj) Vorab stellte Lindner bei der Veranstaltung im Gasthof Ritter Christian Gräßmann als neuen Bauamtsleiter der Verwaltungsgemeinschaft vor. Die Einwohnerzahl habe sich seit Jahresbeginn, nach ständigem Rückgang in den vergangenen Jahren, geringfügig auf 4919 Menschen erhöht. Lindner erklärte, dass wegen der zunehmenden Zahl der Urnenbestattungen und aufgelassener Grabstellen der Friedhof nicht mehr erweitert werden müsse.

Autos langsamer

Wie der Bürgermeister feststellte, führten die an den Ortseinfahrten aufgestellten sechs Geschwindigkeitsmessgeräte zu eine Verminderung des Tempos. Die Marktgemeinde will beim Pilotprojekt "Kernwegenetz AOVE" mitmachen. Für die Stützpunktfeuerwehr Hahnbach wurde ein neues Mehrzweckfahrzeug beschafft und ein Einsatzfahrzeug HLF 20 bestellt. Unter Berücksichtigung der Fördermittel schlägt dies, verteilt auf zwei Haushaltsjahre, mit 267 000 Euro zu Buche; die Auslieferung ist für 2015 vorgesehen. Dann ist der Tausch des jetzigen Löschfahrzeugs LF 8 mit dem über 50 Jahre alten Fahrzeug der Feuerwehr Süß möglich. In Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen sollen Defibrillatoren installiert werden.

405 Kinder besuchen die Grund- und Mittelschule, das bedeutet einen Rückgang. Mit 140 Schülern ist die Nachfrage nach dem M-Zug relativ konstant. Die Aufwendungen hierfür betragen in den Haushalten der Gemeinden Hahnbach und Gebenbach 790 000 Euro. Allein die Schülerbeförderung schlägt mit 190 000 Euro zu Buche. Dank der Unterstützung durch den Kindergarten St. Josef ist in dessen Räumen die Fortführung der Mittagsbetreuung für 19 Schüler der 1. bis 4. Klassen weiter möglich. Für die anderen Jahrgänge besteht derzeit wegen der geringen Nachfrage keine Möglichkeit. 2015 soll die Sanierung des Grundschul-Pausenhofs fortgesetzt werden.

Ein glücklicher Umstand seien die von den katholischen Kirchenverwaltungen getragenen Kindergärten und Krippen in Hahnbach, Süß und Ursulapoppenricht, die mit 134 beziehungsweise 25 Kindern ausgelastet seien. Die Josef-Graf-Halle werde den Vereinen weiter kostenlos überlassen. Die Besucherzahlen im Hallenbad stiegen 2014 um 800 auf nahezu 5000 an. Hinzu kommt der Schwimmunterricht für die Schüler Hahnbachs und der Nachbarkommunen. Die günstigen Eintrittspreise sollen beibehalten werden.

Nutzung noch offen

Lindner berichtete von 64 Bauanträgen und zwei Gewerbeansiedlungen. Mit dem neuen Baugebiet in Ursulapoppenricht und der beabsichtigten Ausweisung in der Flurstraße erhoffe sich die Gemeinde mehr Einwohner. Die Nutzung des von der Gemeinde erworbenen Anwesens Vilsecker Straße 2 steht noch offen.

Zum Thema Energie berichtete der Rathauschef, dass durch die Nutzung der Abwärme aus der Verstromung des Biogases der Anlage Rauch-Ehbauer GbR alle öffentlichen Gebäude in der Umgebung des Rathauses im vergangenen Jahr nahezu ohne Öl beheizt wurden. Mit der Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED spart man jährlich 240 000 Kilowatt Strom und 140 Tonnen Kohlendioxid ein. Die Steuerkraft beträgt in der Gemeinde 535 Euro pro Einwohner (Landesdurchschnitt: 793 Euro). Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei 1200 Euro und soll weiter gesenkt werden.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mittelschule (11032)12-2014 (6638)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.