Starke Nerven im Sattel

Sven Fehnl vom RFV Hahnbach war der große Sieger beim Reitturnier in Hahnbach: Bei der Springprüfung Klasse S war er in der Siegerrunde gleich zweimal vertreten. Mit Stella ritt er auf Platz fünf, mit Deep Blue Bridge gewann er. Bilder: Ziegler (2)
Lokales
Hahnbach
14.07.2015
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Das Beste kommt zum Schluss: Die schwere Springprüfung mit Siegerrunde. Und auch in diesem Jahr bleibt die begehrteste Trophäe des Reitturniers in Hahnbach.

Es ist eine größten Reitsportveranstaltungen im Landkreis. Seit 56 Jahren schaffen es die Mitglieder des RFV Hahnbach, solch ein Turnier auf die Beine zu stellen. Für die diesjährigen 22 Prüfungen gab es an den drei Tagen über 800 Nennungen. Das abwechslungsreiche Programm mit Fehler-Zeit- und Stilspringprüfungen ließ bei den Zuschauern keine Langeweile aufkommen. Darüber hinaus kommentierten die Richter ihre Bewertungen in den Stilspringen, was das fachkundige Publikum mit großem Interesse verfolgte.

In den Springen der Klassen A und L gingen auch viele junge Reiter aus dem Landkreis an den Start. Mit ihren souveränen Ritten, in denen sie viel Gefühl und Überblick bewiesen, demonstrierten sie ihr Können. So erreichten Mira Donhauser, Selina Hiltl und Anna-Lena Meiler aus Amberg mehrere Siege beziehungsweise vordere Plätze. Und auch die Amateure des RFV Hahnbach waren - wie jedes Jahr - auf Augenhöhe unterwegs. So konnten Katharina Eckl, Katharina Peter, Jasmin Sifft und Steffi Stumpf mehrere Schleifen mit nach Hause nehmen.

Lila Kuh bis Hawaii-Girl

Neben einer fundierten reiterlichen Ausbildung gehört im Pferdesport auch eine gute Ausbildung der jungen Pferde. Aus diesem Grund gibt es bei jedem Turnier spezielle Prüfungen für drei- bis sechsjährige Pferde. Beurteilt werden Rittigkeit und Sprungmanier. Die für den RFV Hahnbach startenden Julia Klausmeier und Ralf Sparenberg stellten zahlreiche gut ausgebildete junge Springpferde vor und wurden von den Richtern auch entsprechend bewertet. Dass der Reitsport Spaß und Action zugleich bieten kann, demonstrierten die Teilnehmer des Kostümspringens am Samstagabend. Die Verkleidungen von Reiter und Pferde deckten die Bandbreite von Lila Kuh und Biene Maya, über Postkutschenräuber und Rockerbraut bis hin zum Kirwamoidl und African Girl ab. Die Zuschauer hatten die Aufgabe, durch ihren Applaus, das beste Kostüm zu ermitteln. Größten Anklang fand dabei das Hawaii-Girl, das Bananen ins Publikum warf. Platz eins enterte Nina Bauer als Pirat.

Abschluss und packender Höhepunkt war das schwere Springen am Sonntag. Wer in solch einer Prüfung an den Start geht, braucht viele Jahre Turniererfahrung mit entsprechenden Erfolgen und ein Pferd, dessen Wert mindestens einem Mittelklassewagen mit sehr guter Ausstattung entspricht. Darüber hinaus müssen Pferd und Reiter gut trainiert sein, damit der Parcours mit den circa 1,40 Meter hohen Hindernissen fehlerfrei absolviert werden kann. Rittigkeit des Pferdes und ein gutes Auge des Reiters gehören zur Grundausstattung. Und schließlich ist natürlich immer auch ein bisschen Glück dabei.

Zwei Eisen im Feuer

Alles passte an diesem Nachmittag bei Sven Fehnl. Schon im Grundparcours gelang dem für den RFV Hahnbach startenden Reiter mit seinen Pferden sehr gute Runden, so dass er in der Siegerrunde gleich zwei Eisen im Feuer hatte. Dort behielt er die Nerven und schaffte mit Deep Blue Bridge die beste Runde. Somit blieb die Siegertrophäe des Abschlussspringens zum wiederholten Mal beim gastgebenden Verein, die Fehnl vom Schirmherrn, Bürgermeister Bernhard Lindner, überreicht bekam.
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