Triptychon von Elisabeth Künzl ziert nun den Pfarrsaal
Bogen zum Papst

Lokales
Hahnbach
25.06.2015
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"Der Lebensbaum" spannt perfekt einen Bogen zur druckfrischen Umwelt-Enzyklika des Papstes, darin waren sie sich einig: Im Pfarrsaal trafen sich Pfarrer Dr. Christian Schulz, Kirchenpfleger Konrad Huber und Künstlerin Elisabeth Künzl zur offiziellen Übergabe eines Triptychons. Die Hahnbacherin hatte es zu Ostern gemalt.

Ruhe und Harmonie

Elisabeth Künzl erklärte die Grundzüge ihres Werks. Zentrales Element ist der Lebensbaum, dessen Krone auf die beiden Seitenteile übergreife. Er fußt im Fluss des Lebens, der laut Künzl durchaus ortsbezogen auf die Vils gedeutet werden darf. Das vorherrschende Blau schenke dem Raum Ruhe und Harmonie und möge sich auch auf die Besucher positiv auswirken, wünschte die Künstlerin.

Die Religionspädagogin freute sich, dass es gelungen ist, mit weiteren drei Kunstwerken den Raum gut durchdacht zu gestalten. So beginne der Blick bei einer traditionellen Madonnenstatue und ende bei einer gewohnten Kreuz-Darstellung. Dazwischen zeigt eine schwarz-weiße Zeichnung des südfranzösischen Künstlers Jules Giralt eine frische Sicht auf eine jugendliche Mutter Maria, deren Kind mit ausgebreiteten Armen Interpretationen zulässt - vom Flüggewerden bis zur Kreuzes-Ahnung schon am Anfang des Lebensweges Jesu. Modern ist auch das Triptychon Künzls mit dem uralten, mächtigen Symbol des Lebensbaumes, der Leben in Fülle verheißt und zur Bewahrung der Schöpfung aufruft. Künzl erklärte, dass diese Arbeit ihren Schöpfungszyklus abschließe. Im Salesianerkloster in Ensdorf und, ökumenisch verbindend, auch im evangelischen Bildungswerk, seien weitere Interpretationen der Genesis zu sehen.

Pfarrer Dr. Schulz sah besonders einen deutlichen Zusammenhang des neuen Raumschmucks mit der jungen Enzyklika "Laudato si" und verwies auf die beschlossenen Aktivitäten der Pfarrei zur energetischen Sanierung des Kindergartens mit dem Pfarrsaal und zur künftigen Photovoltaikanlage auf dem Dach.

Spuren hinterlassen

Konrad Huber betonte, Künzl habe "tiefe Spuren" in Hahnbach hinterlassen, angefangen von den Tafelbildern im Klostergewölbe bis hin zu Werken in Kindergarten, Schule und Rathaus. Für die Pfarrei hatte Elisabeth Künzl als Geschenk noch einen ersten Satz Kunstkarten mitgebracht, die für zwei Euro im Pfarrbüro verkauft werden. Auch bei anderen Anlässen könnten diese angeboten werden, sicher am Eine-Welt-Stand auf dem Frohnbergfest.
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