Umwelt und Kasse geht Licht auf

Lokales
Hahnbach
06.11.2014
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In einem völlig neuen Licht erstrahlen die Gemeinden Hahnbach und Gebenbach. Mit LED-Leuchten wird nicht nur Geld gespart, sondern auch der Umwelt geholfen.

Rechtzeitig zum Beginn der dunklen Jahreszeit wurde die Straßenbeleuchtung im Gebiet der Marktgemeinde Hahnbach und Gemeinde Gebenbach bis auf wenige Ausnahmen von den ab 2015 EU-weit verbotenen konventionellen Quarzdampflampen auf LED-Technik umgerüstet. Lediglich noch einige Doppelstab-Langfeldleuchten in der Umgehungs- und Frohnbergstraße sowie Osterbrunnen werden noch herkömmlich betrieben, aber in Kürze auch umgestellt.

Zur Abschlussbesprechung und Übergabe der Bestandsunterlagen an die Gemeinden trafen sich im Rathaus Bürgermeister Bernhard Lindner, Gebenbachs Bürgermeister Peter Dotzler mit AOVE-Klimaschutzmanager Markus Schwaiger, Kommunalbetreuer vom Bayernwerk, Markus Windisch, und dem technischen Sachbearbeiter für Straßenbeleuchtung im Netzcenter Weiden, Gerhard Schmerber. Insgesamt 680 Leuchten wurden seit dem Frühjahr in Hahnbach umgerüstet. Bereits im Juli 2012 hatte der Marktgemeinderat die auf 328 440 Euro veranschlagte Maßnahme beschlossen. Auf längere Sicht kommt dies sowohl dem Gemeindehaushalt als auch der Umwelt zugute. Eine Erneuerung der teilweise über 30 Jahre alten Lampen wäre ohnehin notwendig gewesen.

Aus dem Programm Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums wurde die Aktion mit 20 Prozent gefördert. Neben einer Senkung des jährlichen Stromverbrauchs von rund 363 000 auf etwa 150 000 Kilowattstunden sollen 132 Tonnen CO2 (77 Prozent) eingespart werden. "Die finanzielle Amortisation der Maßnahme liegt bei etwa viereinhalb Jahren", freuten sich die beiden Rathauschefs. Weitere Vorteile der LED-Technik seien in der hohen Kontrastschärfe und breiteren Ausleuchtung der Straßen, einer Lebensdauer der Leuchtmittel von rund zehn Jahren und die sofortige Höchstleistung beim Einschalten.

Auch der aktuelle Marktgemeinderat bleibt auf Energiesparkurs. Er beschloss zuletzt einstimmig die Sanierung der Hallenbadbeleuchtung durch Einsatz von Steuer- und Regelungstechnik mit LED-Leuchten mit Gesamtkosten von 43 056, abzüglich 12 917 Euro Förderung. Zusätzlich soll eine neue Notbeleuchtung installiert werden. Ebenso wurde innerhalb der interkommunalen Zusammenarbeit der AOVE-Kommunen der Umbau der Innenbeleuchtung im Rathaus und in den AOVE-Geschäftsräumen im Gemeinschaftshaus genehmigt.

Die Gesamtkosten sind mit 36 800 kalkuliert, abzüglich 11 040 Euro Förderung. Die Stromeinsparung liegt bei durchschnittlich 90 Prozent, so Klimaschutzmanager Schwaiger.
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