VdK bestürzt über Tod des Chefs

Lokales
Hahnbach
17.04.2015
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Die Bestürzung über den plötzlichen Tod ihres Vorsitzenden Josef Gavel ist bei den Mitgliedern des VdK-Ortsvereins Hahnbach groß. Noch zwei Tage zuvor hatte der engagierte Mann an der Spitze die Jahreshauptversammlung im Gasthof Winkler geleitet.

Josef Gavel war seit 2000 Mitglied beim VdK gewesen und war im März 2012 zum Vorsitzenden des Ortsverbandes gewählt worden. Selbst als er seinen Wohnsitz nach Amberg verlegte, war er weiter Chef der Hahnbacher geblieben. Ihm lag der dortige Verein sehr am Herzen und er setzte sich mit voller Kraft für den VdK ein.

So war es zum Beispiel Gavels Verdienst gewesen, dass die Vereinsfahne restauriert wurde, um auch in der Öffentlichkeit den VdK repräsentieren zu können. Gerne trug er dieses Zeichen auch selbst bei Veranstaltungen oder Beerdigungen von Mitgliedern. Er organisierte Vorträge und Ausflüge. Wenn der Vorsitzende gebraucht wurde, war er zur Stelle und scheute keine Mühen, bestätigen die Mitglieder, die wissen, dass Josef Gavel "eine große Lücke hinterlässt".

Versammlung noch geleitet

Noch bei der Jahreshauptversammlung zwei Tage vor seinem Tod hatte der Vorsitzende über zahlreiche Tätigkeiten und Aktionen 2014 berichtet. Er erinnerte zum Beispiel an die Teilnahme des Ortsverbandes an diversen Gedenktagen sowie an gemeinsame Fahrten. Unter anderem wurde der Truppenübungsplatz in Grafenwöhr besichtigt, eine Tagestour führte zur Landesgartenschau nach Deggendorf, eine weitere nach München zur Seniorenmesse "Ü66". Auch auf dem Frohnbergfest trafen sich die Mitglieder. Bürgermeister Bernhard Lindner dankte dem Ortsverband für sein Wirken und informierte, was die Gemeinde für ihre Senioren, aber auch für die Aufnahme von Asylsuchenden und Flüchtlingen tut. Stellvertretend für den Kulturausschuss würdigte Martin Wild die "rege Vereinstätigkeit" samt Teilnahme an örtlichen Veranstaltungen. Auch der ehemalige Kreisvorsitzende, Herbert Göth, dankte dem VdK und berichtete über den Dachverband, der sich für sozial benachteiligte Mitbürger einsetze. Ein Teil der Einnahmen aus den Sammlungen ist nach seinen Worten für die Amberger Tafel gespendet worden. Göth appellierte vor dem Hintergrund des einsetzenden "Generationswechsels" speziell an jüngere Mitglieder, sich aktiv im Vorstand einzubringen. Inge Horst stellte den Kassenbericht für das vergangene Jahr vor. Ihren Angaben zufolge ist der Ortsverein mit eigenen Ausgaben sehr beschränkt, da das vom Dachverband zur Verfügung gestellte Budget nur zu einem Prozentteil zur Verfügung stehe. Die meisten Einnahmen würden vorrangig für überregionale soziale Zwecke verwendet.

Mitglieder geehrt

Nach der Entlastung zeichneten Gavel und Göth langjährige Mitglieder mit der Ehrennadel aus: Franz Meier, Ludwig Götz und Richard Kellner für jeweils zehn Jahre; Georg Dotzler wurde in Abwesenheit für 25 Jahre Treue lobend erwähnt. Sozusagen als letzte Amtshandlung hatte der Vorsitzende um mehr Beteiligung an den Vereinsaktivitäten gebten und dazu aufgefordert, dafür selbst Vorschläge zu machen.
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