Wie in Sachen des verschwundenen Schweins doch noch alles gut wurde
Des Rätsels Lösung

Lokales
Hahnbach
01.10.2014
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Und weiter erzählt Rosa Böhm von den Geschehnissen rund um das verschwundene Schweinchen: "Ich glaub', ich hätte keinen Tropfen Blut gegeben und habe geweint und geschrien. Konrad war außer sich. Wer hat uns die Sau gestohlen? Er ist zum Schlosser (mein Elternhaus) grennt. Mein Vater hat gemeint, Spuren zu finden - aber nichts war.

Nur ein Scherz?

Ich muss noch ergänzen, dass man beim "Baim" (Böhm) vorne rein und hinten raus kann. Das ist heute noch so. Das Nebengebäude ist hinten raus. Zur damaligen Zeit war der Schnee fest gefroren. Mein Vater meinte: 'Da hat einer einen Scherz gemacht.' Aber das glaubte niemand.

Im alten Feuerwehrhaus, beim Oppitz, überall wurde gesucht. Das ganze Gassl war in Aufruhr. Aber ich beobachtete den alten Ringer. Der stand so rum. 'Was will der in unserm Gassl? Weiß der mehr?'

Konrad trieb es umher. Ausgerechnet ihm war die Sau gestohlen worden. Er ging zu seinem Freund Sattler Sepp in die Werkstatt und jammerte ihm die Schande vor. Nach einiger Zeit sagte Sepp zu ihm, er solle heim gehn, sonst werde die Sau ohne ihn geschlachtet. Als er heim kam, trieb der Metzger "Oudl Alis" die Sau vom hinteren Türl gerade herein. Es war ein Hin und Her. Doch endlich wurde der Kessel angeschürt...

Nun zu den Missetätern. Der alte Völkl Räis, der Sattler Sepp, die Paulers Marie und natürlich der Oudl Alis - alle waren unsere besten Freunde. Wer alles angestiftet hat, weiß ich bis heute nicht. Es sind ja schon ein paar Jahre her.

Ende gut, alles gut

Es gab ja nichts Leichteres, als beim "Bäim" die Sau zu stehlen. Marie sagte hernach: "Einmal und nicht wieder." Die Nacht war so hell gewesen wie der Tag - sternenklar und eisig kalt. Sie mussten mit der Sau hinten rum vom Dullermichl vorbei zum Paulers in den Stall. Die Vils war zugefroren. Das Eis glitzerte. Mein Sucherl wollte da hin, es war ganz schwierig bis in den Stall, so erzählten es die Diebe später. Trotz allem wurde am Abend mit unseren Freunden bei Blut- und Leberwürsten ein schönes Schlachtfest gefeiert." (ibj).
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