Zu einem Feuerwerk der Blasmusik wurde das 20. Jahreskonzert der Hahnbacher Marktbläser. Was die 45 Musiker unter Leitung von Dirigent Benno Englhart den Besuchern zweieinhalb Stunden lang boten, war ein Höhepunkt im kulturellen Leben der Marktgemeinde.
Blech bebt beim Gangnam-Style

Mit ihren Alphörnern beeindruckten Matthias Fenk (links) und Benno Englhart (rechts) die Zuhörer beim Jahreskonzert der Marktbläser. Bild: ibj
Lokales
Hahnbach
20.04.2015
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(ibj) Mit dem fulminanten Eröffnungsstück "Summon the Heroes - das Sammeln der Helden" von John Williams gelang dem Orchester ein beeindruckender Einstieg. Vorsitzender Josef Iberer sah sich einer proppevollen Josef-Graf-Halle gegenüber.

Als Moderator führte Markus Achhammer durchs Programm, ergänzt durch eine digitale Präsentation von Matthias Siegert-Strobl. Kraftvoll ging es weiter mit "Rampagne". Neben den fast sportlichen Leistungen der Schlagzeuger bewiesen auch die Posaunisten und Trompeter mit wuchtigen Passagen ihr Können. Gänsehaut-Feeling überkam die Zuhörer beim Beitrag aus dem Film "Robin Hood - König der Diebe". Zunächst lieblich und dann die Spannung geheimnisvoll aufbauend, wurde der majestätische Klang der Hörner zum Liebeslied "Everything I do" von Fanfaren eingerahmt. Die 14-jährige Lena Schmalzl beeindruckte mit einem Trompetensolo.

Udo-Jürgens-Medley

Mit einem von Kurt Gäble arrangierten Medley brachten die Musiker den kürzlich verstorbenen Udo Jürgens in Erinnerung. Bei "Siebzehn Jahr", "Merci" oder "Griechischer Wein" stimmte mancher Zuhörer innerlich mit ein. Den Abschluss der ersten Konzerthälfte und eine Herausforderung für die Musiker im "tiefen Blech" bildete der Konzertmarsch "Er weicht der Sonne nicht" von Hermann Ludwig Blankenburg, einem der bekanntesten Komponisten europäischer Marschmusik.

Nach der Pause gehörte die Bühne dem 23-köpfigen Nachwuchsorchester unter Leitung von Stefanie Daubenmerkl. Mit dem Marsch "A good start" eroberten die Jungmusiker die Sympathien des Publikums. Sehr eindrucksvoll intonierten sie Melodien aus dem Film "Tarzan". Jakob Hofmann präsentierte sich dabei gelassen als Solist mit der Trompete. Mit Witz und Charme stellten die "Nachwux"-Moderatoren Sebastian Dorfner und Anne Winter die Stücke vor und sorgten beim Disco-Hit "Narcotic" mit ihren Aufforderungen zur rhythmischen Begleitung für beste Laune unter den Zuhörern.

Mit der festlichen Fanfare der Olympischen Spiele von 1984 in Los Angeles von John Williams ergriff das Orchester wieder die Initiative. Der Verweis auf die Wettkämpfe 2018 in Südkorea bildete den Auftakt zu Erinnerungen an die Südkorea-Reise der Marktbläser. So spielten sie "Arirang", eine Hymne auf die koreanische Stadt Seoul, die Benno Englhart übersetzte. Eine Herausforderung für Zuhörer und Musiker war das majestätisch vorgetragene Stück "Goddess of Jeju Island". Den Höhepunkt bildete der Rhythmus der Schlagzeuger, ehe die Holzbläser das herrliche Panorama der Insel moderat wiedergaben. Das koreanische Pop-Lied Gangnam-Style rundete die Eindrücke bei der Asienreise ab.

Alphorn bis Beatles

Musikalisch wieder in heimischen Gefilden angelangt, durften sich die Fans von traditioneller Blasmusik auf die Alfons-Polka freuen. Eine Besonderheit stellten die von Benno Englhart und Matthias Fenk gespielten Alphörner dar. Donnernden Applaus und viele Zugabe-Rufe beantwortete das Orchester mit dem "Let it be" der Beatles und dem bayerischen Defiliermarsch.

Bürgermeister Bernhard Lindner gratulierte den Musikern zu den eindrucksvollen Darbietungen. "Die Hahnbacher Marktbläser sind ein unverzichtbares Element der Marktgemeinde", betonte er. Anlässlich des 20. Jahreskonzerts überreichte er eine Geldspende der Marktgemeinde.
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