2,9 Millionen Euro für bessere Feldwege
AOVE-Gemeinden bauen ein Kernwegenetz auf

Politik
Hahnbach
30.12.2015
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Nicht nur die Bundes- und Staatsstraßen in der Region sollen ausgebaut werden - die Gemeinden im Landkreis wollen auch die schmalen Flurstraßen auf Vordermann bringen. Eine Möglichkeit bietet ein Förderprogramm, das der Freistaat den neun in der AOVE zusammengeschlossenen Kommunen anbietet.

Das Amt für Ländliche Entwicklung hat nun das Verfahren "AOVE Kernwegenetz 1" eingeleitet und stellt dafür rund 2,9 Millionen Euro in Aussicht. Damit sollen zunächst in den vier Kommunen Gebenbach, Hahnbach, Hirschau und Poppenricht vorhandene landwirtschaftliche Wege und Straßen instandgesetzt und ausgebaut werden.

Immer mehr Nutzer


Die rasante Entwicklung in der Landtechnik mit größeren, schwereren Transport- und Erntemaschinen sowie höheren Fahrgeschwindigkeiten überforderten das ländliche Wegenetz, heißt es in den Unterlagen. Zudem drängten immer mehr Radler, Spaziergänger, Erholungssuchende, aber auch Autofahrer auf die früher rein landwirtschaftlich genutzten Strecken. Ein großer Teil der ländlichen Wege und Straßen weise jedoch erhebliche Beschädigungen auf. Die bayernweite Initiative zur Ertüchtigung de Kernwegenetzes habe den Ausbau eines zukunftsfähigen Netzes landwirtschaftlicher Hauptwirtschaftswege zum Ziel. Die Kommunen werden dabei von den Ämtern für Ländliche Entwicklung von der Planung über die Bodenordnung, die Finanzierung bis zur baulichen Umsetzung unterstützt. Das Konzept zum ländlichen Kernwegenetz wurde in der AOVE in enger Zusammenarbeit mit den Kommunen, dem Landwirtschaftsamt, der landwirtschaftlichen Berufsvertretung, der Unteren Naturschutzbehörde und den Tourismusverbänden erarbeitet. Die Festlegung der Wegstrecken erfolgte anhand der Auswahlkriterien Multifunktionalität und interkommunale Verbindungs- und Erschließungsfunktion.

Geringer Flächenverbrauch


Der Ausbau der Verbindungen soll generell auf bestehenden Trassen stattfinden, um den Flächenverbrauch gering zu halten und die Naturverträglichkeit zu gewährleisten. Zudem soll bei den Baumaßnahmen auf eine geregelte Wasserführung geachtet werden. Der notwendige Grunderwerb liegt in der Verantwortung der Kommunen und soll auf freiwilliger Basis erfolgen.

Das Konzept wurde für alle neun Mitgliedsgemeinden der AOVE erstellt - also auch für Edelsfeld, Vilseck, Freihung, Schnaittenbach und Freudenberg. Die Umsetzung erfolgt über drei Verfahren, die zeitlich gestaffelt eingeleitet werden. In der ersten Phase sollen in den nächsten fünf Jahren in den vier erstgenannten Kommunen rund 26 Kilometer ländliche Wege ausgebaut werden.
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