Neujahrsempfang der Gemeinde Hahnbach
In Gemeinde vieles im Fluss

Bürgermeister Bernhard Lindner, Pfarrer Dr. Christian Schulz, 3. Bürgermeisterin Evi Höllerer, 2. Bürgermeister Georg Götz und Kulturausschussvorsitzender Martin Wild (von links) stießen beim Neujahrsempfang der Gemeinde auf ein gutes neues Jahr an. Bilder: ibj (2)
Politik
Hahnbach
12.01.2016
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Die Alphornbläser gaben dem Empfang einen festlichen Rahmen.

Eine lange Warteschlange abzuarbeiten hatten die drei Bürgermeister und der Kulturausschussvorsitzende beim Neujahrsempfang der Marktgemeinde Hahnbach. Rund 200 Mal mussten sie Hände schütteln, bis die Veranstaltung in der Aula der Schule starten konnte.

Hahnbach. (ibj) Neben den Gemeinderäten und Trägern von Bürgermedaillen, Vertretern der Kirchen, Bürgermeistern der Nachbarkommunen, Vereinsfunktionären, Ortsvorstehern machten Verantwortliche aus Politik und der heimischen Wirtschaft ihre Aufwartung. Ein Alphornbläser-Quartett der Marktbläser gab musikalisch den Startschuss.

Bürgermeister Bernhard Lindner sprach in seiner Rede von einem Paradigmenwechsel und meinte damit neue Herausforderungen für die Bundeswehr, etwa bei Terroreinsätzen, oder den Fortschritt im Straßenverkehr mit dem Ziel des automatisierten Fahrens. Solche Strukturbrüche seien als Chance für eine Weiterentwicklung anzusehen, ohne aber die eigene Identität zu verlieren.

Auch auf kommunaler Ebene gebe es Veränderungen, sagte Lindner. So sei die Beschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges in Hahnbach nach 35 Jahren ein Quantensprung, der den Einsatzkräften Training und Ausbildung abverlange. Der lang geforderte Breitbandausbau für den schnellen Internetzugang bringe Antennenmasten und Schaltkästen mit sich, die aber niemand vor seiner Haustüre haben wolle. Gerne würde man mit Glasfaser bis ins Haus versorgt werden. Dazu verlege man bei jeder Möglichkeit Leerrohre, Hauptversorger blieben in Hahnbach Telekom und Kabel Deutschland.

Als spannendes Thema bezeichnete der Bürgermeister den Kanalbau in gewachsenen Ortschaften mit Unannehmlichkeiten direkt vor der Haustür: "Wer zahlt was und wie viel oder für wen?" Mit vielen von den Bürgern in zahlreichen Arbeitskreisen selbst erdachten Veränderungen bei den Dorferneuerungen in Mimbach und Mausdorf sowie auch im Adlholz-Tal werde das gewohnte Umfeld anders.

Energetische Sanierung


Große Hoffnungen setze der Marktgemeinderat auf das neue Kommunalinvestitionsprogramm für finanzschwache Gemeinden. Hahnbach sei so arm, dass es mit zwei Bewerbungen gerade noch in den Genuss kommen könne. Wichtig seien die energetische Sanierung des Kindergartens St. Josef samt dem vieldiskutierten Aufzug und ein Ortskernprojekt. Hierzu habe man kürzlich den Gebäudekomplex an der Nordseite des Oberen Tores erworben. Mit der Errichtung von Appartements für Mehrgenerationen-Wohnen und dem Umzug der Gemeindebücherei in dieses Haus werde eine öffentliche Nutzung in den Marktkern verlagert.

Identität bewahren


Insgesamt wurden laut Lindner Maßnahmen in die Wege geleitet, "die der Marktgemeinde gut tun und ihre Identität und Attraktivität bewahren". Zum Paradigmenwechsel meinte Lindner noch, dass die Marke Kultur-Franz diesem Phänomen zum Opfer gefallen sei. Unter großem Beifall stellte er Dr. Christoph Robl als Nachfolger für den in den Ruhestand gehenden Allgemeinarzt Dr. Franz Prösl vor.

Pfarrer Dr. Christian Schulz sah in seinem Grußwort im Leben der Gemeinde viele lichte Zeiten und dankte dem Bürgermeister für das ausgezeichnete Miteinander. Kulturausschussvorsitzender Martin Wild nutzte die Gelegenheit, sich namens aller Vereine bei der Gemeinde mit ihren Bediensteten für die gute Zusammenarbeit zu bedanken. Es mache Freude, bei den Aktivitäten auch die Unterstützung der Bevölkerung zu wissen.
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