Altbau-Sanierung rentiert sich nicht
Aus Pfarrsaal soll Kindergarten werden

Besonders an der Westseite des Glockenturms der Frohnbergkirche blättert die Farbe ab. Bild: ibj
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Hahnbach
20.05.2016
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Derzeit sind keine größeren Ausgaben zu erwarten. Für Pfarrer Dr. Christian Schulz und Bürgermeister Bernhard Lindner behält der Förderverein zum Erhalt der Pfarrkirche St. Jakobus und der Wallfahrtskirche auf dem Frohnberg trotzdem seine Existenzberechtigung.

In der nur mäßig besuchten Jahreshauptversammlung in der Gastwirtschaft Hanserl bezeichnete stellvertretender Vorsitzender Josef Rauch den Preisschafkopf als herausragende Aktion zur Beschaffung von Finanzmitteln. Heuer seien rund 1000 Euro übriggeblieben. Die Mitgliederzahl sei bei 241 leicht rückläufig. Insgesamt habe man seit 2003 stolze 273 000 Euro an die katholische Kirchenstiftung übergeben.

Neuen Pächter gefunden


Kirchenpfleger Konrad Huber informierte, dass für die Frohnbergwirtschaft ein neuer Pächter gefunden wurde: Der Betrieb gehe nahtlos weiter. In einem Teil des Obergeschosses soll eine Wohnung errichtet werden.

Zum Kindergarten St. Josef berichtete Huber, dass entgegen der ursprünglichen Planung die energetische Sanierung des Altbaues von 1962 nicht mehr weiterverfolgt werde. Die Diözese genehmige solche gemischt genutzten Gebäude (Pfarrsaal und Kindergarten) nicht mehr und fördere sie auch nicht weiter.

So entstand bei einem Gespräch bei der bischöflichen Finanzkammer mit Bürgermeister, Pfarrer, Kirchenpfleger und Architekt die Überlegung, dass der jetzige Pfarrsaal zur Nutzung als Kindergarten umgestaltet werden könnte. Mit einem Abbruch des Altbaus auf diesem Gelände würde eine überfällige Freifläche entstehen.

Der Altbau soll weg


In diesem Zusammenhang wurde in Abstimmung mit der Gemeinde eine zweiten Krippe für Hahnbach beantragt. Der dadurch notwendige Ersatz für den Pfarrsaal würde sich im Obergeschoss des ehemaligen Klosters (zuletzt Arztpraxis) mit relativ geringem Aufwand einrichten lassen.

Wegen der unmittelbaren Nachbarschaft zur Pfarrkirche würde sich diese Lösung bestens eignen. Bei einem Ortstermin mit den Baufachleuten der Diözese wurde der Vorschlag sehr positiv aufgenommen.

Inzwischen wurden beim bischöflichen Ordinariat der Umbau des Kindergartens St. Josef mit Abbruch des Altbaues, die Errichtung einer zweiten Kinderkrippe und der Umbau des Obergeschosses im ehemaligen Kloster zu einem Pfarrzentrum beantragt.

Der neue Anstrich blättert schon wieder abWarum blättert die Farbe am erst vor drei Jahren sanierten Turm schon wieder ab? Dazu zitierte Kirchenpfleger Konrad Huber die ausführenden Fachfirmen der Sanierung: Diese nennen als Ursache den Austrocknungsprozess der großen Flüssigkeitsmengen, die zur Stabilisierung des Turmes bei der Sanierung notwendig waren. Eine völlige Austrocknung werde noch eine Zeit dauern. Anschließend könne der Turm mit einem neuen Anstrich versehen werden. Nach Ansicht aller Anwesenden bei der Fördervereins-Sitzung hätte man sich viel Aufwand ersparen können, wenn man das Mauerwerk im natürlichen Zustand, ohne Farbanstrich, belassen hätte. (ibj)
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