AOVE-Wanderung auf dem geologischen Lehrpfad
Auf den Spuren Freihunger Bodenschätze

Am Startpunkt des geologischen Lehrpfads erläutert Wolfgang Schaepe (Mitte) den Teilnehmern der AOVE-Herbstwanderung die Bodenschätze rund um Freihung. Bild: hfz
Vermischtes
Hahnbach
21.10.2016
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Der geologische Lehrpfad "Freihunger Bodenschätze" war das Thema einer Herbstwanderung der AOVE unter dem Motto "Expedition Erdgeschichte". Trotz schlechten Wetters machte sich eine große Gruppe auf, um sich zunächst der Geschichte des Bleibergwerks bei Elbart, von der Erzgewinnung bis zur Verarbeitung in den Schmelzhütten zu widmen.

Dann führte der Weg über den fünf Kilometer langen geologischen Lehrpfad mit seinen 13 Infotafeln zum Pegmatit-Abbaugebiet. Hier erläuterte Wolfgang Schaepe, unterstützt von Josef Kohl aus Massenricht, der an der Gestaltung des Pfads mitgewirkt hat, die Verarbeitung und Verwendungsmöglichkeit des Materials in der Porzellan- und Keramikindustrie. Nächste Station war der Mühlsteinabbau im Gebiet zwischen Freihung und Massenricht, der bis Ende des 19. Jahrhunderts betrieben wurde. Seugaster Sandstein wurde in mehreren Sandsteinbrüchen abgebaut, in der näheren und weiteren Umgebung verwendet, jedoch überwiegend mit der Bahn nach Nürnberg befördert. Weitere Themen waren der aktuelle Quarzsandabbau und dessen Verwendung in der Glasindustrie sowie als Formsand für Gießereien.

Ein Beispiel für die Nutzung von Bodenschätzen war außerdem das Stechen von Torf zum Heizen für den Privatbedarf bis 1960. Zum Abschluss der Führung ging die Gruppe durch die historische Bergarbeitersiedlung in Elbart, zu der Schaepe einige historische Details zu berichten wusste.
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