Bei Hahnbacher Pfarrversammlung werden weitreichende Entscheidungen bekanntgegeben
Pfarrsaal raus, Kinder rein

Als sehr positiv werten Kommune wie Pfarrei eine Verlegung des Pfarrsaals in das Obergeschoss des ehemaligen Hahnbacher Klosters. Bild: ibj
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Hahnbach
13.08.2016
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Neue Entwicklung in Sachen Hahnbacher Kindergarten: Der Hort soll dort einziehen, wo heute noch der Pfarrsaal ist. Darüber wurden die Gläubigen bei der Pfarrversammlung informiert.

Einen Großteil seines Berichts widmete Kirchenpfleger Konrad Huber dem Kindergarten St. Josef mit der Einrichtung einer weiteren Krippe. Entgegen der ursprünglichen Planung wird die energetische Sanierung des Altbaus aus dem Jahr 1962 nicht weiter verfolgt.

In einem Gespräch bei der Bischöflichen Finanzkammer mit Bürgermeister, Pfarrer, Kirchenpfleger und Architekt entstand laut Huber die Überlegung, den jetzigen Pfarrsaal für eine Nutzung als Kindergarten umzugestalten. Mit dem Abbruch des Altbaus auf diesem Gelände würde die benötigte Freifläche entstehen. Ersatz für den Pfarrsaal könnte im Obergeschoss des ehemaligen Klosters (zuletzt Arztpraxis) mit relativ geringem Aufwand geschaffen werden. "Wegen der unmittelbaren Nachbarschaft zur Pfarrkirche würde sich diese Lösung bestens eignen", unterstrich Huber. Die Baufachleuten der Diözese hätten die Idee bei einem Ortstermin sehr positiv aufgenommen. Inzwischen habe die Bischöfliche Baukommission grünes Licht für weitere Planungen gegeben.

Entlastet Kommune


Bürgermeister Bernhard Lindner begrüßte das Vorhaben auch aus ortsplanerischer Sicht. Dabei handle es sich um eine weitreichende Entscheidung, die der Marktgemeinderat begrüße. Lindner zeigte sich sehr dankbar, dass die Pfarrei die Trägerschaft für die Kindergärten übernimmt. Damit entlaste sie die Kommune. Die Einwohnerzahl der Marktgemeinde habe sich in den vergangenen Jahren nach oben entwickelt. Mit der Ausweisung neuer Baugebiete erwarte er den Zuzug junger Familien. Die Marktgemeinde sei sich der Verantwortung für das Kindergartenwesen bewusst. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Pfarrei komme allen Bürgern zugute.

Zahlreiche Aktivitäten


Die etwa 40 Besucher erhielten in der Pfarrversammlung einen Überblick über die Aktivitäten und die Entwicklung der Pfarrei St. Jakobus. Pfarrgemeinderatssprecher Markus Hubmann erwähnte in seinem Bericht besonders die große Resonanz auf den kleinen Glaubenskurs mit Pfarrer Christian Schulz. Besonders stellte er die Seniorenbetreuung heraus. Die Tradition des Weinfestes im Klostergarten erbringe ansehnliche Erlöse zur besonderen Verwendung in der Pfarrei. Zur Tradition gehörten die jährliche Ehejubiläumsfeier und der Eine-Welt-Stand mit fair gehandelten Produkten beim Adventsmarkt. Zusammen mit den evangelischen Gläubigen gestalte man das Fastensuppenessen am Palmsonntag und den ökumenischen Gottesdienst beim Frohnbergfest. Mit der großen Visitation der Pfarreiengemeinschaft seien Diskussionsveranstaltungen im Pfarrsaal einher gegangen. Für die Kinder veranstalte man im Ferienprogramm eine eigene Aktion.

Renovierung der Frohnbergkirche günstiger als gedachtAls Ereignis des Jahres bezeichnete Kirchenpfleger Konrad Huber die Priesterweihe und Primiz von Daniel Fenk. Die finanziellen Jahresabschlüsse für die Pfarrei sowie die Kindergärten Hahnbach und Süß hätten positive Ergebnisse erbracht.

Einen großen Anteil daran habe der Einsatz vieler ehrenamtlicher Mitarbeiter. Insgesamt seien in den Kindergärten und im Umfeld der Kirche 39 Beschäftigte angemeldet.

Einen großen Aufwand erfordere die Betreuung der pfarreieigenen Grundstücke und Gebäude. Besonders würdigte Huber die Unterstützung vieler Helfer bei einem Wasserrohrbruch im Kindergarten St. Josef. Den beiden Kindergärten hätten die Fachbehörden eine sehr gute Arbeit bescheinigt.

Wie Konrad Huber erfreut mitteilte, seien die Kosten für die Außenrenovierung der Frohnbergkirche im Verwendungsnachweis um 200 000 Euro niedriger ausgefallen, als vorher berechnet. Um die Frohnbergklause neu vermieten zu können, seien Renovierungsarbeiten notwendig gewesen.

Viel Kopfzerbrechen habe der Kirchenverwaltung die Neuverpachtung der Frohnbergwirtschaft bereitet. In diesem Zusammenhang sei ein Teil des Dachgeschosses als Wohnung ausgebaut worden. (ibj)
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