Biber in Tellereisen: Tierrechtsorganisation bietet 1000 Euro für Hinweise an
Peta lobt Belohnung aus

Vermischtes
Hahnbach
03.03.2016
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An den Teichanlagen im Hahnbacher Ortsteil Wüstenau wurde am vergangenen Freitag ein Biber gefunden, der sich mit einer Vorderpfote in einem Tellereisen verfangen hatte (wir berichteten).

Ein Unbekannter hatte die laut einer Pressemitteilung der Tierrechtsorganisation Peta verbotene Falle aufgestellt. Aufgrund der Schwere der Verletzungen musste der Biber von einem hinzugerufenen Tierarzt erlöst werden. Da der "Biber streng und besonders geschützt" ist, ermittelt nach Angaben von Peta die Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg wegen Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz, das Tierschutzgesetz und das Jagdgesetz. Hinweise sind möglich unter 09661/87 44 0.

Um die Suche nach dem Fallensteller zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation Peta laut ihrer Pressemitteilung eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und Überführung des Täters führen. Zeugen, die Informationen beisteuern können, haben ebenfalls die Möglichkeit sich unter 01520/73 733 41 oder per E-Mail an Peta zu wenden. Nach Angaben der Organisation könne dies auch anonym geschehen.

"Verbotene Tellereisen und auch legale Totschlagfallen können für Tiere zum Martyrium werden: Schlagen die Fanggeräte zu, hängen die Tiere oft schwerverletzt fest und leiden unter Angst und entsetzlichen Schmerzen, bis sie gefunden werden oder qualvoll sterben", erläuterte Judith Pein im Namen von Peta.

Seit 1995 verboten"Bereits seit 1995 ist der Gebrauch von Tellereisen in der Europäischen Union verboten, der Handel mit den Fallen hingegen ist paradoxerweise in Deutschland noch erlaubt", heißt es in einer Pressemitteilung von Peta. "Eine weitere brutale Art, die Totschlagfalle, ist in Bayern grundsätzlich noch immer erlaubt und gilt als gängige Jagdpraxis auf Fuchs und Marder", kritisiert die Tierrechtsorganisation. Totschlagfallen sollen zwar sofort töten, doch in der Praxis würden die Tiere häufig schwerverletzt überleben.
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