Erste-Hilfe-Tag der Feuerwehr Süß
Keine Angst vor dem Defi

Den Defibrillator am Feuerwehrhaus präsentierten im Beisein von Bürgermeister Bernhard Lindner (Zweiter von rechts), FFW-Vorsitzendem Tobias Wendl (Zweiter von links) und Kommandant Norbert Lindner (rechts) die Rettungssanitäter der Süßer Wehr, Benedikt Bauer (Mitte) und Sebastian Schötz (links). Bild: ibj
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Hahnbach
15.12.2015
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Süß. Reges Interesse zeigte die Bevölkerung beim Erste-Hilfe-Tag der Feuerwehr Süß. Ob es um die Handhabung eines Defibrillators, die Ausstattung eines Rettungswagens oder um die "Rettungskette Forst" ging - es gab sachkundige Informationen aus erster Hand.

Ausgangspunkt war der seit kurzem am Feuerwehrhaus Süß installierte und für jedermann zugängliche Defibrillator. Die Kosten für dieses Gerät teilten sich der Markt Hahnbach sowie ein Großteil der Süßer Vereine und Organisationen je zur Hälfte. "Mit diesem akuten Hilfsmittel haben wir ein enges dezentrales Netzwerk", sagte Bürgermeister Bernhard Lindner. Er verdeutlichte, dass mit dieser örtlichen Kofinanzierung auch Defis am Jugendheim in Ursulapoppenricht, am Feuerwehrhaus in Iber und am Haus der Mitte in Mimbach angebracht wurden. Zusammen mit dem seit länger existierenden Standort in der Hahnbacher Raiffeisenbank stehe damit "eines der engmaschigsten Netze im Landkreis" zur Verfügung.

Die Scheu vor diesem Gerät versuchte Rettungssanitäter Benedikt Bauer bei der Erklärung von Handhabung und Einsatzfeld zu nehmen: "Sie können dabei nichts falsch machen, denn der Defibrillator leitet Sie sprachlich durch die Anwendung." Haupteinsatzfeld ist das Kammerflimmern, das meist dem plötzlichen Herztod vorausgeht. Bauer zeigte, wie der Defi benutzt wird und wie der Patient mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung bis zum Eintreffen des Notarztes weiter versorgt werden muss. Auch ein Bild vom Innenleben eines Rettungswagens konnten sich Interessierte machen. Rettungssanitäter Sebastian Schötz beantwortete ihre Fragen.

Kommandant Norbert Lindner und 2. Vorsitzender Josef Bauer informierten über die nun von den Forstämtern festgelegten "Rettungspunkte Forst", die aktuell mit eigenen Schildern gekennzeichnet werden. Der Tipp der Experten für den Notfall lautet: Unfallstelle im Wald sichern, Verletzte versorgen, Notruf mit Hinweis auf nächstgelegenen Rettungspunkt absetzen und dort auf die Einsatzkräfte warten.
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