Gemeinderatssitzung in Hahnbach
Markt macht Prioritätenliste

Mit der Sanierung des Wohn- und Geschäftshauses in der Hauptstraße 84 steigt der Markt Hahnbach mit "1. Priorität" in das Bewerbungsverfahren zum Kommunal-Investitionsprogramm ein. Das seit 18 Jahren leerstehende Gebäude (rechts neben dem Oberen Tor) soll künftig als Mehrgenerationen-Wohnhaus mit öffentlicher Bücherei genutzt werden. Bild: ibj
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Hahnbach
02.02.2016
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Trotz einer Mammut-Tagesordnung herrschte große Einigkeit in der Marktratssitzung. Sämtliche Beschlüsse erfolgten einstimmig.

Für die Bewerbung um eine Förderung von Projekten aus dem Kommunal-Investitionsprogramm (KIP) einigte man sich in der Prioritätenliste auf folgende Projekte: 1. Sanierung des Wohn- und Geschäftshauses in der Hauptstraße 84 als Mehrgenerationenwohnhaus mit öffentlicher Bücherei in einer Größenordnung von etwa 1,5 Millionen Euro; 2. Energetische Sanierung des Kindergartens Hahnbach mit einem Kostenvolumen von etwa 510 000 Euro zuzüglich 90 000 Euro für einen Aufzug; 3. Energetische Sanierung des Rathauses Hahnbach für rund 350 000 Euro; 4. Einbau eines Aufzuges in das Kommunikationszentrum Ursulapoppenricht für 50 000 Euro.

Plan für Hahnbach-West III


Im Beteiligungsverfahren zum Bebauungs- und Grünordnungsplan Hahnbach-West III sind keine Stellungnahmen eingegangen, die einer Abwägung bedürfen, erklärte Bürgermeister Bernhard Lindner. Er wird aus dem Flächennutzungs- und Landschaftsplan entwickelt. Die Empfehlungen und Hinweise vom Landratsamt (Gesundheitsamt und Bauamt), Wasserwirtschaftsamt und Landesfischereiverband Bayern wurden zur Kenntnis genommen und werden gegebenenfalls realisiert.

Tiefbautechniker Werner Stauber vom Ingenieurbüro Renner und Hartmann Consult GmbH, Amberg, stellte die Erschließungsplanung detailliert vor. Ein Teilstück der Flurstraße soll im Bereich des 1. Bauabschnitts mit einer Oberbauverstärkung für den Endausbau versehen werden. Damit könne die Anlegung einer provisorischen Straße südlich des Areals mit Kosten von etwa 100 000 Euro entfallen. Diesbezüglich sollen die Anlieger der Flurstraße nochmals zu einer Aussprache eingeladen werden.

Für die Erschließungsarbeiten sollen vom Erschließungsträger KFB Baumanagement GmbH in Reuth elf Firmen zur Angebotsabgabe aufgefordert werden. Bei einem möglichen Spatenstich im April 2016 sei Mitte Juli 2016 mit der Fertigstellung der Erschließungsarbeiten zu rechnen.

Damit könne im zweiten Halbjahr mit der Bebauung der 30 Parzellen durch Privatleute begonnen werden. Kaufinteressenten können beim Markt Hahnbach aktuell noch aus 14 verfügbaren Grundstücken auswählen, war zu hören.

Im Zuge der Kanalisation in Frohnhof wurde bei Voruntersuchungen festgestellt, dass der Fahrbahnaufbau der Ortsdurchfahrt nach Abschluss der Arbeiten vollständig erneuert werden müsse. In der Stellungnahme des Staatlichen Bauamtes Sulzbach-Rosenberg wird die Maßnahme als förderfähig eingestuft. Der Abschnitt beginnt an der Abzweigung nach Mülles und endet nach rund 370 Metern an der südwestlichen Ausfahrt der Ortschaft. Die Verwaltung geht von Kosten in Höhe von rund 230 000 Euro aus.

Haushalt genehmigt


Den Haushalt der Bürgerspitalstiftung genehmigten die Räte. Er schließt im Verwaltungshaushalt mit 32 100 Euro und im Vermögenshaushalt mit 70 800 Euro ab. Für den beabsichtigten Umbau des Anwesens in der Hauptstraße 84 in ein Gebäude für generationsübergreifendes Wohnen ist die Stiftung Bauherr. Die Beseitigung dieses städtebaulichen Missstandes erachten alle Fraktionen als dringend geboten.

Die Investition soll durch Fördermittel, Zuschüsse, Eigenmittel und Darlehen finanziert werden. Die bei der Prüfung der Jahresrechnung 2014 festgestellten Haushaltsüberschreitungen wurden nachträglich genehmigt und der Verwaltung die Entlastung ausgesprochen.

Elektroauto und die RäumpflichtFür das integrierte Klimaschutzkonzept der AOVE-Gemeinden stehen zur Beschaffung von Elektrofahrzeugen im Austausch mit Altfahrzeugen insgesamt 200 000 Euro zur Verfügung.

Nachdem für den Borgward der Feuerwehr Süß ein Ersatzwagen ansteht, soll dieser Anlass für den Kauf eines Elektrofahrzeugs einschließlich Ladesäule genutzt werden. Dabei ist an ein Modell Volkswagen e-Golf, Volkswagen e-up oder BMW i3 gedacht. Die Zulässigkeit einer öffentlichen Nutzung der Ladesäule soll geprüft werden.

Die Gehsteige müssen im Winter nicht mehr 1,50 Meter breit freigeräumt werden sondern nur noch einen Meter - und dies nach Bedarf. Das beschloss das Gremium. In diesem Zusammenhang schlug Gemeinderat Daniel Weidner vor, das gemeindliche Ortsrecht zur Information auf die Homepage des Marktes Hahnbach zu stellen. (ibj)
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