Gottesdienst für Kranke und Behinderte
Jedes Leben ist wertvoll

Dankbar nahmen viele Gläubige den Einzelsegen an. Bild: mma
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Hahnbach
18.08.2016
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Das Plateau hier erlaubt es, bis kurz vor die Kirche zu fahren: Das Frohnbergfest ist deshalb das einzige der sommerlichen Bergfeste, das auch Kranke und Gehbehinderte ohne Probleme besuchen können.

(mma) Für diese Besucher gab es eine besondere Eucharistiefeier am Freialtar mit dem Thema "Wenn es an Barmherzigkeit fehlt". Pfarrvikar Christian Preitschaft und Neupriester Daniel Fenk zelebrierten sie, assistiert von Diakon Dieter Gerstacker. Vor allem aus den umliegenden Orten hatten Altersheime mit Spezialbussen Bewohner gebracht.

Der größte Teil aber wurde von Angehörigen begleitet, die immer wieder betonten, dass es nur hier möglich sei, bis kurz vor die Kirche zu fahren. So sei dieses Bergfest das einzige, das sie besuchen könnten - wofür sie sehr dankbar seien. Der Gebenbacher Pfarrvikar Christian Preitschaft erinnerte in seiner Predigt an eine Kreuzdarstellung in Spanien, bei der sich die rechte Hand Jesu dem Betrachter entgegenstreckt. Die Legende erzählt, dass einst ein Priester die echte Reue eines wiederholten Sünders anzweifelte und ihm die Absolution verweigern wollte.

Da habe jener Christus am Kreuz einen Arm von einem Nagel gelöst und selbst Vergebung erteilt. Dem erstaunten Priester entgegnete er: "Du hast ja auch nicht dein Blut für ihn vergossen." Niemals "dürfen wir die Barmherzigkeit aus den Augen verlieren, denn wo diese fehlt, leiden Leib und Seele", betonte Preitschaft. Jeder sei zu Güte und Liebe aufgerufen, da jedes Leben immer wertvoll und ganz besonders sei, ungeachtet seines Zustands.

Hannelore Schuster, die Beauftragte für die Behindertenarbeit im Kneippverein, erinnerte daran, dass "die Geborgenheit die Grundvoraussetzung unserer menschlichen Existenz" sei. Man dürfe sich jederzeit der Gottesmutter anvertrauen und könne so heilende Barmherzigkeit und tröstende Liebe erfahren. Sie lud die Hahnbacher Gruppe noch zum Beisammensein beim Wirt ein. Daniel Fenk spendete den allgemeinen und einzelnen Primizsegen. Pfarrvikar Christian Preitschaft und Diakon Dieter Gerstacker nahmen sich ebenfalls Zeit für individuelle Segensworte, die sehr viele gern annahmen.
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