Jägerkameradschaft Hahnbach feiert Hubertusmesse
Schöpfung im Blick behalten

Ein prächtiger Hubertus-Altar war in der Kirche aufgebaut. Bilder: pjw (2)
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Hahnbach
25.11.2016
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Um an ihren Schutzpatron zu erinnern, feierten die Jäger der Kameradschaft Hahnbach in der Pfarrkirche eine Hubertusmesse. Franz Erras hatte einen prächtigen Hubertus-Altar aufgebaut. Ein Hirschgeweih mit einem Kruzifix wies auf die Hubertus-Legende hin.

Den Gottesdienst zelebrierten Pfarrer Hans-Peter Heindl und Diakon Georg Lindner. Gottes Schöpfung sei für die Menschen Auftrag und Verpflichtung, großen Einsatz zu zeigen, damit eine liebenswerte Natur an die kommende Generation weitergegeben werden könne. "Die frei lebende Tierwelt bedarf in unserer Zeit erhöhter Aufmerksamkeit, denn sie ist überaus schützens- und erhaltenswert", sagte der Geistliche. Die musikalische Gestaltung übernahm die Bläsergruppe der Jägerkameradschaft. Unter Leitung von Hornmeister Matthias Fenk brachte sie die Hubertusmesse zu Gehör. Nach dem Segen dankten die Gottesdienstbesucher mit Beifall.

Am Vormittag hatte die Hubertus-Treibjagd stattgefunden, die eine ansehnliche Jagdstrecke erbracht hatte. Auch hier trugen die Jagdhornbläser ihre Signalen vor. Bei der weltlichen Feier am Abend sprach mit Stefan Schelle der Bürgermeister von Oberhaching und selbst Jäger. Er erläuterte die teils schwierige Situation in seiner Heimat bei der Jagdausübung im Einzugsgebiet einer Großstadt. "Jagd macht Sinn, denn der Jäger übernimmt Verantwortung für Heimat und Jagd und nützt nachhaltig die Ressourcen der Natur", sagte er.

Das Wild verändere sein Verhalten durch Störungen, auch verursacht durch Freizeitaktivitäten, stellte er fest. Die "Rückkehrer" Luchs und Wolf erinnerten an den Wandel in Wald- und Feldflur. Die Jäger sollten sich aktiv an diesem Wandel beteiligen und die Veränderungen mitgestalten. Wichtig für die Eigenständigkeit der Jagd sei das Verständnis für das bürgerliche Jagdrecht. Dieses sei ein Stück Freiheit und stelle ein hohes Gut dar, das seit 1849 unmittelbar mit Grundbesitz verbunden sei.

"Der Angriff auf die Jagd ist auch ein Angriff auf das Eigentum des einzelnen Grundbesitzers und Jagdgenossen", sagte der Referent. Die Jäger sollten sich dafür einsetzen, dass der Blick für die Gesamtheit der Schöpfung und die Mitte der Gesellschaft nicht verloren gehen.

Grußworte sprachen Bürgermeister Bernhard Lindner, Kulturausschussvorsitzender Martin Wild und Franz Erras, der Vorsitzende der BJV-Kreisgruppe Amberg. Besonderer Dank galt den beiden Jagdpächtern für die Ausrichtung der Hubertusjagd. Vorsitzender Joe Erras ehrte Erwin Wendl und Erwin Weiß für 25 Jahre Mitgliedschaft in der Jägerkameradschaft. Die Jagdhornbläser rundeten den Hubertustag mit ihren Jagdsignalen ab.
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