Mit dem Volkstrauertag setzen Hahnbacher Zeichen
Herausforderungen mit Geduld und Barmherzigkeit begegnen

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Hahnbach
16.11.2016
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"Die Gedenkveranstaltungen dürfen nicht zu einer Pflichtübung werden", mahnte Pfarrer Christian Schulz beim Gottesdienst zum Volkstrauertag. Das von Deutschland ausgegangene Unglück dürfe nicht vergessen werden. Zunehmend werde durch nationalstaatliches Denken die europäische Gemeinsamkeit in Frage gestellt. Menschenrechte scheinen nicht mehr zu gelten. Es gelte, den Herausforderungen der Zeit mit Geduld und Barmherzigkeit zu begegnen.

Zur Feier am Friedensmal auf dem Kirchplatz, wo die Soldaten- und Reservistenkameradschaft und eine Abordnung der Stabsfernmeldekompanie die Ehrenwache stellten, hatten 13 Vereine und Verbände mit ihren Fahnen Aufstellung genommen. Die Marktbläser eröffneten den Festakt mit einem Choral. Nach Gebeten des Pfarrers und von Diakon Dieter Gerstacker erinnerte Bürgermeister Bernhard Lindner an die Worte Konrad Adenauers: "Frieden und Freiheit, das sind die Grundlagen jeder menschenwürdigen Existenz." Dennoch müssten Menschen ihr Leben lassen, weil diese Grundlagen nicht beachtet würden. Es gehe darum, die Opfer vor dem Vergessen zu bewahren. "Wenn niemand mehr an sie denkt, kann ihr Schicksal keinem mehr etwas sagen", meinte Lindner. Der Volkstrauertag stelle sich der Geschichte und wolle dafür sensibilisierene, jeden Menschen zu achten sowie Frieden und Freiheit zu schätzen.

Zum Lied vom guten Kameraden und der Nationalhymne legten der Bürgermeister und SRK-Vorsitzender Erich Kelsch Kränze nieder.
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