Polizei ermittelt wegen mehrerer Vergehen bei Wüstenau
Biber in Tellereisen: Gnadenspritze

Vermischtes
Hahnbach
01.03.2016
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Das Weiterleben wäre zu qualvoll geworden für die Kreatur, deshalb sah man sich am Freitagnachmittag zum Handeln veranlasst: Gegen 13.15 Uhr war eine Streife der Polizeiinspektion zu einem Einsatz an den Teichanlagen beim Ortsteil Wüstenau gerufen worden. Ein Biber hatte sich dort mit einer Vorderpfote in einem sogenannten Tellereisen verfangen. Dabei handelt es sich, so der amtliche Bericht, um eine Schlagfalle.

Streng geschützte Art


Um den Nager aus seiner misslichen Lage befreien zu können, betäubte ein ebenfalls alarmierter Veterinär das Tier. Am Ende jedoch konnte die gesamte medizinische Kunst dem Unglücksraben nicht mehr helfen. Er war so schwer verletzt, dass er von seinem Leiden erlöst werden musste.

"Der Biber", so erklärt die Polizei weiter, "zählt nach dem Bundesnaturschutzrecht zu den wildlebenden Tieren der streng geschützten Art. Darum ist es grundsätzlich unzulässig, ihm auf jegliche Art und Weise nachzustellen." Weil dies aber dennoch geschah, sind die Ermittler der Sulzbacher Polizei am Zuge. Für sie kommen mehrere strafrechtlich relevante Verstöße gegen das Bundesnatur- sowie gegen das Tierschutzgesetz in Betracht, ebenso wie solche gegen das Jagdgesetz.

Hinweise zum Fallensteller nimmt die Polizeidienststelle, 09661/87 440, entgegen.
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