Sicherheitsgespräch mit der Polizei
Wo die Welt noch in Ordnung ist

Zufrieden mit der Sicherheitslage in den drei Gemeinden waren (von links) Franz Birkl (Poppenricht) und Erster Polizeihauptkommissar Klaus Erras sowie Bernhard Lindner (Hahnbach) und Peter Dotzler (Gebenbach). Bild: ibj
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Hahnbach
22.04.2016
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Was haben Hahnbach, Gebenbach und Poppenricht gemeinsam? Hier ist die Welt noch in Ordnung. Zumindest aus polizeilicher Sicht. Zu dieser Erkenntnis kamen die Teilnehmer am Sicherheitsgespräch.

Im Hahnbacher Rathaus trafen sich die Bürgermeister Bernhard Lindner (Hahnbach), Peter Dotzler (Gebenbach) und Franz Birkl (Poppenricht) mit dem Leiter der Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg, Klaus Erras. Die allgemeine Aussage des Beamten: "Man kann zufrieden sein." Insgesamt betrachtet dürften sich die Bürger relativ sicher fühlen. Während im bayerischen Durchschnitt die Häufigkeitszahl (Straftaten pro 1000 Einwohner) im Jahre 2015 bei 47,0 und die Aufklärungsquote bei 62,8 Prozent liegen, stellen sich die Zahlen für die drei Gemeinden noch positiver dar.

Trotz der Nähe zur Stadt


So wurden in der Gemeinde Gebenbach lediglich 18 Fälle bekannt, das entspricht 20,0 bezogen auf die Häufigkeitszahl. Insgesamt konnten 14 Fälle (77,8 Prozent) aufgeklärt werden. Ein Rückgang der Straftaten wird für die Gemeinde Poppenricht trotz der unmittelbaren Nachbarschaft zu den Städten Amberg und Sulzbach-Rosenberg registriert. Die Anzahl der bekannt gewordenen Delikte ist von 59 auf 42 gesunken, was der Häufigkeitszahl von 12,0 entspricht. 20 Fälle (47,6 Prozent) wurden hier aufgedeckt.

Auch die Gemeinde Hahnbach hat eine positive Statistik zu verzeichnen. Im Vergleich zu 2014 gingen die Straftaten um 22 Fälle auf 86 zurück. Die sehr niedrige Häufigkeitszahl von 13,0 zeige die gute Sicherheitslage. 50 Fälle (78,1 Prozent) wurden hier aufgeklärt. Betäubungsmitteldelikte spielen in den drei Kommunen kaum eine Rolle. Als ein Grund könne auch der allgemeine Rückgang der Raucher und die Bodenständigkeit der Bevölkerung gesehen werden. Die Internetkriminalität ist einem bayernweiten Trend folgend insgesamt zwar rückläufig, hinsichtlich der oft großen Sorglosigkeit der Bevölkerung bestehe aber nach wie vor hoher Aufklärungsbedarf.

Positive Grundeinstellung


Als hilfreich wurde das Mitwirken der Öffentlichkeit in ländlichen Gegenden bei der Aufklärung von Straftaten dargestellt. Die Aktion "Wachsamer Nachbar" wirke sich auch in der Präventionsarbeit aus. Wegen der relativ geringen und unspektakulären Delikte in den drei Gemeinden konnten viele Fälle im Einzelnen geschildert werden. Gewaltkriminalität spielte dabei keine große Rolle. Die Flüchtlingsproblematik erforderte gerade im Bereich von Sammelunterkünften viele Einsatzstunden, stelle aber aus polizeilicher Sicht kein Problem dar. Gut bewähre sich die dezentrale Unterbringung von Asylbewerbern. Insgesamt sei bei der Bevölkerung eine positive Grundeinstellung gegenüber den Flüchtlingen im Vergleich zu früheren Sichtweisen zu erkennen, sagte Erras.

Das Resümee für alle größeren Veranstaltungen der drei Gemeinden (Fasching, Kirwa und Bergfeste) war zufriedenstellend. Alle waren sich einig, dass sich die Hinweise zum Jugendschutz sowie die Einhaltung der Sperrzeiten positiv bemerkbar machen. Auch beim Faschingszug sollen die Auflagen beibehalten werden.
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