Unangemeldetes US-Manöver: Polizei rückt aus
Helikopter-Aufruhr

Ein solcher Black Hawk-Hubschrauber der US-Armee sorgte am Mittwochabend für Aufregung, als er längere Zeit über Hahnbach kreiste. Bild: dpa
Vermischtes
Hahnbach
25.08.2016
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Für Aufregung sorgte am Mittwochabend ein Hubschrauber-Einsatz der US-Armee in Hahnbach. Der Helikopter bewegte sich gegen 21 Uhr im Tiefflug über den Markt, was etliche Einwohner zu besorgten Nachfragen und Beschwerden bei der Polizei veranlasste. Nachdem die deutschen Sicherheitsbehörden nichts von einer militärischen Übung wussten, rückten Streifenwagen nach Hahnbach aus, um die Situation vor Ort zu klären.

Unsere Zeitung erreichten am Abend per Facebook Zuschriften, wonach ein Black-Hawk-Hubschrauber zwei Stunden lang über Hahnbach und Süß gekreist sei. In einer anderen Nachricht war die Rede von mehreren Zivilstreifen der Polizei, die sich an der Kreuzung der Bundesstraße 14 und der Staatsstraße 2120 postierten, und Beamten, die schusssichere Westen trugen. Polizeisprecher Michael Kernebeck erklärte, dass das Manöver nicht angemeldet gewesen sei. "Normalerweise wird die Polizei von der US-Armee über solche Vorgänge vorher informiert", sagte er. Den Sicherheitswesten maß er keine besondere Bedeutung bei. "Die gehören grundsätzlich zur Ausrüstung der Kollegen."

Hinzu kam in dem ganzen Aufruhr eine Mitteilung an die Polizei, dass ein Mann mit weißem T-Shirt flüchtender Weise die Vilsstraße entlang gelaufen sei. "Da handelte es sich wohl um einen Schaulustigen, der ein Foto vom Hubschrauber machen wollte", gab Kernebeck Entwarnung. "Im Großen und Ganzen war es ein ziemlicher Auflauf wegen eines relativ lapidaren Hintergrundes."

Von der US-Armee gab es zunächst keine Auskunft. Die Pressestelle in Grafenwöhr teilte aber am Donnerstag mit, dass noch bis morgen die Übung "Combined Resolve VII" läuft, die einen verstärkten Militärverkehr zwischen den Übungsplätzen Grafenwöhr und Hohenfels mit sich bringt.
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