VdK erörtert Möglichkeiten mit Bürgermeister
Barrierefreie Gemeinde erwünscht

So wie beim Hallenbad-Eingang wurden anhand von Beispielen Möglichkeiten für den Barriere-Abbau besprochen (von links): VdK-Kreisvorsitzende Marianne Kies-Baldasty, Ortsverbandsvorsitzender Manfred Ruppert, Bürgermeister Bernhard Lindner, Ortsverbandskassier Hermann Horst und stellvertretender Kreisvorsitzenden Johann Walter. Bild: ibj
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Hahnbach
10.11.2016
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(ibj) "Weg mit den Barrieren", so ist eine bundesweite Kampagne des Sozialverbands VdK überschrieben. Dabei geht es nicht nur um hohe Bordsteine, Bahnsteige oder Menschen im Rollstuhl. Die zunehmend ältere Generation ist ebenfalls davon betroffen. Auch der VdK-Ortsverband Hahnbach hat sich dieses Thema zur Aufgabe gemacht.

Um die Problematik darzustellen, trafen sich VdK-Kreisvorsitzende Marianne Kies-Baldasty und ihr Stellvertreter Johann Walter sowie der Hahnbacher Ortsvorsitzende Manfred Ruppert und Kassier Hermann Horst mit Bürgermeister Bernhard Lindner. Dabei wurden Möglichkeiten erörtert, mit denen die Situation in der Marktgemeinde verbessert werden soll. Der Rathauschef teilte mit, dass diese Problematik in allen Fraktionen des Marktgemeinderats angekommen sei und inzwischen bei den Planungen in sämtlichen Bereichen eine große Rolle spiele.

Bei der Generalsanierung der Grund- und Mittelschule in diesem Jahr wurde laut Lindner die Toilettenanlage des Mittelschultrakts behindertengerecht umgebaut. Auch für die barrierefreie Umgestaltung des Hallenbads wurde der Planungsauftrag erteilt. Außerdem berücksichtigt man diesen Aspekt in der Straßenplanung. Beispielsweise wurden beim Neubau der Ortsdurchfahrt in Frohnhof die Bushaltestellen so gestaltet, dass sie den Anforderungen an die Barrierefreiheit genügen.

Zusammen mit dem Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach wird derzeit auch die Umgestaltung der Ampelanlage über die Bundesstraße 14 auf diese Anforderungen hin untersucht. Beim beantragten Eler-Förderprojekt im Ursulapoppenrichter Gemeinschaftshaus war der Einbau eines Aufzugs Antragsgegenstand. Und auch bei der geplanten Bücherei im ehemaligen Platzer-Anwesen im Ortskern wurde das Augenmerk auf die Barrierefreiheit gelegt, damit ein jeder Zugang zu Medien und Veranstaltungen in den zwei Geschossen erhält.

Bei privaten Bauvorhaben bietet die Gemeinde eine kostenlose Beratung an, "damit auch das neue Wohnhaus fit fürs Alter ist", wie der Bürgermeister betonte. Nicht unbedeutend seien die Angebote des AOVE-Projekts "Alt werden zu Hause". Das Problem müsse auch im Bewusstsein privater Dienstleister wie Ärzten, Geschäften, Gaststätten oder Banken Berücksichtigung finden, forderten die VdK-Vertreter bei dem Gespräch. Bei einer Besichtigung von Objekten im Gemeindebereich wurden Möglichkeiten für den Barriere-Abbau besprochen.
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