Wohnhausbrand in Hahnbach [Aktualisierung]
Dachstuhl brennt lichterloh

Vermischtes
Hahnbach
26.09.2016
12428
0

Das Gebäude muss wohl abgerissen werden: In Hahnbach hat am Montagvormittag, 26. September 2016, der Dachstuhl eines Wohnhauses gebrannt. Beim Löschen bereitete der Feuerwehr die Photovoltaik-Anlage Schwierigkeiten.

Gegen 10 Uhr ging der Alarm bei der Rettungsleitstelle ein. Obwohl schnell klar war, dass sich keine Menschen mehr in dem Haus befanden, schrillten die Sirenen auf neun Feuerwehrhäusern der Umgebung. Die Leitstelle löste Großalarm aus wegen der engen Bebauung in der Amberger Straße und wegen der Photovoltaik-Anlage, die auf dem Dach montiert war.


Barriere für Löschwasser


Die Module, die kurz vorher noch das Licht der Morgensonne einfingen, erwiesen sich als enorm hinderlich bei den Löscharbeiten. „Wir können das Wasser nicht direkt in den Dachstuhl spritzen“, erklärte Kreisbrandinspektor Karl Luber. Die Feuerwehrleute waren gezwungen, die Strahlrohre per Drehleiter schräg in den Spalt zwischen Dachziegel und Platten der PV-Anlage zu richten. Immer wieder loderten die Flammen zwischen den Modulen hervor. Nach und nach brach das Dach ein.

Der Eigentümer des 1985 erbauten Hauses war beim Ausbruch des Feuers in der Arbeit. Ein Auto parkte vor dem Eingang. Die Feuerwehr beauftragte einen Landwirt, das Fahrzeug rückwärts aus dem Hof zu ziehen. Mehrere Atemschutztrupps drangen in das Innere des Hauses ein, um den Brand zu bekämpfen. Weil die kraftraubende Arbeit körperlich an die Substanz ging, mussten gegen 11 Uhr weitere Einsatzkräfte alarmiert werden, um die Atemschutzträger abzulösen.

Laut Luber waren mehr als 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort. Alarmiert waren die Wehren Hahnbach, Süß, Schönlind, Kötzersricht, Gebenbach, Sulzbach, Rosenberg, Poppenricht und Traßlberg. Die meisten Feuerwehrleute blieben bis gegen 14 Uhr, erst nach vier Stunden zog der Großteil ab. Zur Brandursache konnte die Polizei bis zum Abend keine konkreten Angaben machen. „Es geht in Richtung technischer Defekt“, sagte der Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz, Stefan Hartl. Brandfahnder waren den ganzen Tag damit beschäftigt Anhaltspunkte für das Entstehen des Feuers zu finden. Den Schaden bezifferte Hartl auf rund 300 000 Euro.

Notleitung geöffnet


Auch der Hahnbacher Bürgermeister Bernhard Lindner war an den Brandort geeilt. Als er mitbekommen hatte, was passiert war, wies er den Wasserwart der Gemeinde an, die Notverbindung der kommunalen Wasserleitung zur Mimbacher Gruppe zu öffnen. „Damit wollten wir sicherstellen, dass genug Wasser aus den Hydranten kommt.“ Lindner lobte die Feuerwehren für das schnelle Eingreifen. Er bot dem Hauseigentümer die Unterstützung der Gemeinde an. „Bei aller Tragik: Das Wichtigste ist, dass kein Mensch zu Schaden gekommen ist“, sagte der Rathauschef.

Alle Bilder: Gerhard Franz
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.