Jahresempfang des Bezirksverbandes Oberpfalz der Kriegsgräberfürsorge in Hemau
Schwerter werden Zukunftspflüge

Bezirksvorsitzender Dr. Wolfgang Kunert (rechts) übergab das Sammlungsergebnis in Höhe von 307 359 Euro an Oberst Franz Reimer. Bild: Köppl
Archiv
Hemau
02.03.2015
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"Wir bleiben aufgefordert, zu erinnern und zu gedenken. Und das aus gutem Grund. Krieg scheint heutzutage zumindest für einige politische Führer wieder die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln zu sein": Nachdenkliche Worte richtete der Bezirksvorsitzende des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Regierungspräsident a. D. Wolfgang Kunert, an die Teilnehmer des traditionellen Jahresempfangs in Hemau (Kreis Regensburg).

Stellvertretend für rund 3000 Ehrenamtliche und Förderer der Kriegsgräberfürsorge in der Oberpfalz waren einige hundert Repräsentanten zur Ehrung für herausragendes Engagement und außergewöhnliche Leistungen bei den Kriegsgräbersammlungen in die Tangrintelhalle eingeladen. Dass unter ihnen auch die Landräte Tanja Schweiger (Regensburg), Thomas Ebeling (Schwandorf) und Willibald Gailler (Neumarkt) waren, hatte einen besonderen Grund: Sie wurden zu Kreisvorsitzenden für die jeweiligen Kreisverbände ernannt. "Es kommt einem europäischen Wunder gleich, dass wir auf 70 Jahre Frieden zurückblicken können", zitierte Kunert den Präsidenten der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker. Dies sei den Männern und Frauen zu verdanken, die aus dem KZ und den Frontabschnitten in die zerstörten Dörfer und Städte zurückkehrten und aus den Schwertern der Vergangenheit Zukunftspflüge machten.

Dieses Erbe dürfe man nicht verspielen. "Gerade die Oberpfalz leistet in diesem Sinne Vorbildliches, was sich auch am Spendenverhalten zugunsten der Kriegsgräberfürsorge ablesen lässt", lobte der Bezirksvorsitzende. Von den 590 000 Euro Gesamtspendenaufkommen des Jahres 2014 entfallen 307 359 Euro allein auf die Kriegsgräbersammlung.

Den symbolischen Scheck übergab Kunert an den Kommandeur des Regionalstabs Ost, Oberst Franz Reimer. Rund 40 Einzelpersonen, Soldaten- und Kriegerkameradschaften, Kommunen, Schulen und Bundeswehreinheiten durften Medaillen, Verdienstspangen und Anerkennungsplaketten in Empfang nehmen.
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