Drei Oberpfälzer Teilnehmer erzählen von ihren Auftritten bei "Wetten dass ..?"
Ohren, Würfel und die Zunge

Joachim Fertsch kann es noch immer. Der Teunzer schaffte es mit Becher und Würfeln vor 18 Jahren zum Wettkönig. Bild: Gold
Archiv
Hirschau
13.12.2014
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Von einer Schnapsidee zum Wettkönig. So ist es wohl vielen "Wetten dass ..?"-Kandidaten ergangen. Harald Ebenhöch aus Thonhausen (Kreis Amberg-Sulzbach) ist einer davon. 2009 fischte er innerhalb von eineinhalb Minuten Süßstofftabletten aus 50 Mausefallen und eroberte so die Herzen der Fernsehzuschauer. Heute gesteht er: "Fakt war, ich habe die Wette weggeschickt und noch nicht mal gewusst, wie es geht."

Also übte er fleißig. Fünf- oder sechsmal habe es auf der Zunge geknallt, verrät der 42-Jährige: "Anfangs ist es schon heftig. Geblutet habe ich einmal ein bisschen aus der Lippe. Am meisten weh tut allerdings die Zunge. Da merkt man, dass da die meisten Nerven drinnen sind."

Kunststücke mit dem Ohr

Ganz so schmerzhaft war es für Tobias Berger aus Hirschau (Kreis Amberg-Sulzbach) hingegen nicht. Der 37-Jährige besitzt die Fähigkeit, seine Ohren kontrolliert schnalzen zu lassen. Das brachte ihn 2011 in die Sendung. Mit seinem Ohr knallte Berger 15 Kronkorken von Bierflaschen in Gläser - innerhalb von 88 Sekunden. Zwei Minuten hätte er Zeit gehabt. Mit dem ungewöhnlichen Trick schaffte er es immerhin auf Platz zwei. Zum Wettkönig reichte es nicht, weil ein anderer Teilnehmer im Handstand mit den Füßen Glühbirnen eindrehen konnte. Trotzdem sei für den Gottschalk-Fan die Teilnahme "ein Traum" gewesen. Nur von seiner Wettpatin Naomi Campbell war er enttäuscht. "Sie war angespannt und arrogant", urteilt Berger. Dafür habe ihn Maria Furtwängler gefragt, ob sie sein Ohr anfassen dürfe, erzählt der Hirschauer stolz.

Ganze 18 Jahre ist die Teilnahme von Joachim Fertsch her. Es ist wohl nicht übertrieben zu sagen, dass der heute 52-Jährige richtig heiß darauf war, bei "Wetten dass ..?" aufzutreten. "Ich wollte in der Sendung sein und richtig reinhauen", verrät er. Deshalb hat er sich mehrmals beworben. Er rief sogar rund ein Dutzend Wettkönige an, um zu erfahren, wie sie es in die Show schafften.

1996 durfte der Teunzer schließlich Thomas Gottschalk und Millionen Fernsehzuschauern seinen Würfeltrick vorführen. "Dice Stacking" lautet der Fachbegriff. Dabei handelt es sich um ein Geschicklichkeitsspiel, bei dem mit einem Becher mehrere Spielwürfel von einer flachen Oberfläche, aufgenommen werden. Die Fliehkraft verhindert, dass die Würfel runterfallen. Anschließend wird der Becher kopfüber auf den Tisch gestellt, so dass die Würfel wie ein Turm übereinander gestapelt zu liegen kommen. Fertsch vollbrachte das Kunststück mit fünf, sieben und schließlich neun Würfeln. Der Auftritt kam so gut an, dass der Teunzer mit 63 Prozent Wettkönig wurde.
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