Im Ferienprogramm mit Freien Wählern in größten Felsenkeller von Hirschau
„Kellergeist“ lässt sich nicht sehen

Im Ferienprogramm marschierten die Freien Wähler mit den Kindern in den größten Felsenkeller der Stadt; im Hintergrund von links Johanna Erras-Dorfner, Günther Schuster und Sebastian Dorfner. Bild: vt
Freizeit
Hirschau
05.09.2016
34
0

Unterirdisch wurde es für 24 Kinder. Innerhalb des Ferienprogramms waren sie mit den Freien Wählern in die Tiefen des größten Felsenkellers der Stadt gezogen.

Diese Sehenswürdigkeit befindet sich an der Ehenfelder Straße. Sie gehört der Schlossbrauerei. Die Besitzerin, Stadträtin Johanna Erras-Dorfner, begrüßte die jungen Besucher und erzählte Wissenswertes zur Geschichte und Funktion dieses Kellers. Früher gab es keine Kühlschränke und -häuser wie heute. Deshalb brauchte man kühle Keller, um Lebensmittel und natürlich auch Bier zu lagern.

Drei Gänge


Für den Kellerbau um etwa 1700 herum war der Sandstein von entscheidender Bedeutung. Das Gestein ist ausreichend hart, so dass sich die Wände ohne Befestigung selbst tragen. Um gute Belüftung zu gewährleisten, durfte nicht zu tief gegraben werden.

Es waren Luftschächte einzurichten, damit feuchte Luft nicht die Vorräte vernichtete. Der Felsenkeller besteht aus drei verbundenen Gängen und einem Seitenarm mit insgesamt 150 Meter Länge.

Dunkel und kühl wurden ab 1812 die Biere der Schlossbrauerei in Sandsteinkellern gelagert und zur Reife gebracht. Die Fässer ruhten auf Balken, die auf kniehohen Steinsockeln lagen, so dass man die großen Bierkrüge unter den Zapfhahn stellen konnte.

Um die Kinder auf die finstere "Unterwelt" einzustimmen, trug Günther Schuster eine Gruselgeschichte vor, die von Spinnweben und Fledermäusen handelte. Dann wurden die Gäste durch die mit vielen Kerzen beleuchteten Gänge geführt. Dies war nicht immer einfach, da diese wegen des vielen Regens heuer teilweise unter Wasser stehen.

Anschließend durften die Mädchen und Buben selbstständig auf Erkundung gehen. Den "Kellergeist" bekamen sie dabei nicht zu Gesicht. Sie fanden jedoch seine drei "Schatztruhen", in Nischen versteckt, aus denen die Kinder Spiele, Taschenmesser, Süßigkeiten und dergleichen entnehmen durften.

Noch Wurstsemmeln


Nach 45 Minuten waren alle froh, nach der feuchtkalten Kellerluft wieder an die wärmende Sonne zu gelangen. Da so eine Führung hungrig macht, waren am Ende Wurstsemmeln und Getränke im Garten der Gaststätte Schlosstreff vorbereitet.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.