Adventssingen in der Hirschauer Pfarrkirche
So klingt Vorfreude aufs Fest

Eine eindrucksvolle Vorstellung bot das von Annette Pruy-Semsch dirigierte Orchester des Musikzugs. Für die Musiker bedeutete ihr Mitwirken beim Adventssingen eine Generalprobe für den Auftritt bei der Illumination des Hirschauer Christbaumes auf dem Petersplatz in Rom.
Kultur
Hirschau
12.12.2015
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Der Gemischte Chor brillierte unter Leitung von Jana Müller mit modernen Adventsliedern genauso wie mit zeitlosen Chorstücken. Besonders eindrucksvoll gelangen den Sänger bei dem Konzert in der Pfarrkirche die "Advent alleluias" von Jay Althouse und Keith Christopher. Iryna Hermann begleitete die Stücke einfühlsam am E-Piano. Bilder: u (2)

"Jetzt kommt die heilig Weihnachtszeit, jetzt seid's nur alle still!" Beim 30. Hirschauer Adventssingen gehörte das Klöpflliad zum Repertoire der Ehenfelder Sänger. Der Erlös ist wieder für die Caritas-Sozialstation bestimmt.

Voller Vorfreude


Bei der Veranstaltung wurde deutlich, dass die Vorfreude auf die Geburt Christi nirgends intensiver erlebbar ist als in dem Haus, in dem Gott selbst wohnt. Mit gut 200 Zuhörern war das Kirchenschiff sehr gut besetzt, als die Klangbrettgruppe der Sozialstation das musikalische Programm mit den Volksweisen "O du stille Zeit" und "Über d'Alm" eröffnete. Wie später bei "Nimm dir Zeit" und einem Instrumentalstück aus der Bauernmesse überzeugten die elf Musikerinnen, die von Richard Sellmeyer an der Gitarre unterstützt wurden, bei ihren wohlklingenden Beiträgen durch exakte Abstimmung.

Dies traf genauso auf die fünf Ehenfelder Sänger zu. Ihre ruhigen und staaden Adventslieder wurden von Silke Dolles (Zither) und Kerstin Meyer (Hackbrett) professionell begleitet. Mit Ausnahme von "Auf, auf, es is scho Tag" war die Gottesmutter Maria zentrale Figur ihrer mundartlichen Liedbeiträge. Dies galt für das Klöpflliad, bei dem der Engel Gabriel Maria die Botschaft überbringt, genauso wie für "Maria ging übers Gebirg", das die Zuflucht der werdenden Mutter bei ihrer Base Elisabeth schildert. Im "O Maria, wie gefährlich" werden die Beschwerlichkeiten des Weges nach Bethlehem beschrieben. Mit "Aus einer schönen Rose" präsentierten die Ehenfelder ein Loblied auf Maria.

Mit "Wir warten auf das Licht" von Klaus Heizmann präsentierte der Gemischte Chor unter Leitung von Jana Müller ein modernes Lied, das die Gottessehnsucht thematisiert. Es folgte mit "Advent ist ein Leuchten" ein besinnliches Chorstück von Lorenz Maierhofer. Eine eindrucksvolle Leistung gelang den Sängern mit dem rhythmischen, Lebensfreude ausstrahlenden "Advent alleluia" von Jay Althouse. Nicht minder brillant gelang dem Chor das schwermütige "Advent alleluia" von Keith Christopher. Bei allen Stücken wurde der Chor von Iryna Hermann einfühlsam am E-Piano begleitet.

Klang erfüllt Kirche


Eine eindrucksvolle, das Gotteshaus erfüllende Vorstellung bot das von Annette Pruy-Semsch dirigierte Orchester des Musikzugs. Es eröffnete seine Darbietungen mit dem dynamischen Graf-Waldersee-Marsch, dabei deutlich herauszuhören die Melodie des Chorsatzes "Tochter Zion" von Georg Friedrich Händel. Genauso überzeugte das Orchester - trotz der in der Kirche herrschenden kalten Temperaturen und immer klammer werdender Hände und Finger - beim aus der Feder von Johann Sebastian Bach stammenden Anna-Magdalena-Song. Routiniert dargeboten wurde das aus dem 16. Jahrhundert stammende Weihnachtslied "Es ist ein Ros entsprungen" , bevor das Orchester mit der Kleinen Weihnachtsmusik einen feierlichen Schlusspunkt setzte, in dem Arrangeur Jacob de Haan eine Reihe bekannter Weihnachtslieder wie "O Tannenbaum" oder "Stille Nacht" eingearbeitet hat.

Mit langem Beifall dankten die Besucher den Akteuren für ihre Darbietungen und stimmten gemeinsam "Es wird schon glei dumper" an.
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