Bei den jungen Lesern unter den 170 Stammkunden sind die Werke von Otfried Preußler besonders ...
Lesen schon vor der 1. Klasse

Rund 50 Mädchen und Buben waren in die Bücherei gekommen, um sich spannende Geschichten anzuhören. Vor allem Räuber Hotzenplotz hatte es den Kindern angetan. Bild: u
Kultur
Hirschau
11.12.2015
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Knapp 6200 Bücher, darunter gut 2300 für Kinder, füllen die Regale der Stadt- und Pfarrbücherei. Bei den jungen Lesern unter den 170 Stammkunden sind die Werke von Otfried Preußler besonders begehrt.

Hirschau. (u) Einer seiner Klassiker, der "Räuber Hotzenplotz", stand am Donnerstag im Mittelpunkt eines Vorlesenachmittags, zu dem die Hirschauer Vorschul- und Grundschulkinder eingeladen waren. Gestaltet wurde die Vorlesestunde von Grundschullehrerin Hildegard Feyrer, die seit Jahren eng mit dem Büchereiteam zusammenarbeitet. Wie wichtig das Vorlesen für die Sprachentwicklung der Kinder ist, belegen Untersuchungen der Stiftung Lesen.

Mit der Auswahl hatte man einen Volltreffer gelandet. Sage und schreibe 50 Mädchen und Jungen im Alter bis zur 3. Grundschulklasse konnte Monika Fleischmann vom Büchereiteam begrüßen. Sie alle warteten gespannt auf die Abenteuer des Mannes mit den ein, zwei, drei, sieben Messern, dem Räuber Hotzenplotz. Gebannt lauschten die Kinder der spannenden Geschichte mit dem gerissenen Burschen, der Kasperls Großmutter überfällt und ihre Kaffeemühle stiehlt. Dem Kasperl und seinem Freund Seppel drückten sie die Daumen, dass es ihnen - unterstützt von Wachtmeister Dimpfelmoser - gelingen würde, den hinterhältigen Dieb zu fangen. Die Neugier der Kinder war riesengroß.

Immer wieder forderten sie eine weitere Hotzenplotz-Geschichte ein. Richtig mulmig wurde ihnen, als Hotzenplotz den Kasperl und Seppel dem gefürchteten Zauberer Petrosilius Zwackelmann übergab. Am Ende der Lesestunde waren alle erleichtert, dass dank der Mithilfe der guten Fee der Räuber gefangen und ins Spritzenhaus gesperrt wurde.

Hildegard Feyrer bezog ihre jungen Zuhörer immer wieder aktiv ins Geschehen ein. Voller Begeisterung sangen die Kinder lustige Lieder mit wie. "Wer hat denn nur die Kaffeemühle von Großmama geklaut". Mit dem Zauberlied "Simsalabim bam bei, so geht die Zauberei" wurde sogar ein Körbchen voller Bonbons herbeigezaubert, die Monika Fleischmann an die Kinder verteilte. Die Zeit verging wie im Flug. Am Ende erhielt jedes Kind zur Erinnerung an den Hotzenplotz-Vorlese-Nachmittag ein Lesezeichen. Viele nutzten die anschließende Ausleihmöglichkeit der gut sortierten Pfarrbücherei.
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