Festspielverein Hirschau verlängert Pachtvertrag für Alte Mälzerei und deren Vorplatz
Weichen bis 2047 gestellt

Der Festspielverein will in die alte Mälzerei und deren Vorplatz kräftig investieren. Dem steht nichts mehr im Wege, nachdem der bis 2047 verlängerte Pachtvertrag zwischen Schloss-Eigentümer und Verein in trockenen Tüchern ist. Nach der Vertragsunterzeichnung (von rechts): Vorsitzender Hans Drexler, Schlossherr Clemens Dorfner und zweiter Vorsitzender Alfred Härtl. Bild: u
Kultur
Hirschau
22.08.2016
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Vergangene Woche legte der Festspielverein den Grundstein für die Fortsetzung seiner Erfolgsgeschichte. Schlossherr Clemens Dorfner und Vorsitzender Hans Drexler unterzeichneten einen bis zum 1. November 2047 gültigen Pachtvertrag für die Nutzung der Alten Mälzerei und deren Vorplatz.

Hirscha. (u) Am 27. Juni 2003 gegründet, ist der Festspielverein einer der jüngsten, zugleich aber auch aktivsten und erfolgreichsten in . Das Gebäude wie die Außenanlage sind seit der Gründung das Zuhause des aktuell 96 Mitglieder zählenden Vereins. Dieser bereichert das Hirschauer Kulturleben seit 2005 alle zwei Jahre mit den Stückl-Freilichtfestspielen, engagiert sich intensiv in Sachen Hirschauer Steingut und bringt sich seit drei Jahren ins Kirwa-Geschehen ein. Für die Realisierung dieser Aktivitäten hat man unterdessen viel Geld aufgewendet. Rund 85 000 Euro hat man in Sanierungsmaßnahmen in der Mälzerei gesteckt. Größter Brocken war der Ausbau des Erdgeschossgewölbes zum Steingutausstellungsraum.

Hinzu kamen im Erdgeschoss Kosten für Toiletten, einen Abstellraum und die Versorgung mit Fernwärme, im ersten Obergeschoss ein Raum zur Unterbringung des Festspielfundus' und der Kleider sowie der Bau zweier Betontreppen ins zweite Obergeschoss. Für den Kauf der 791 Steingutobjekte, von Vitrinen, Schautafeln und Geräten wurden knapp 39 000 Euro ausgegeben. Enorm waren die Aufwendungen für die bisher sechs Festspiele. Kostüme schlugen mit gut 11 000 Euro zu Buche, der Bühnenbau mit knapp 33 000 und die Bühnentechnik mit 24 000 Euro.

Auf Vordermann


Für die nächsten Jahre hat sich der Verein Investitionen in einer Gesamthöhe von 165 000 Euro vorgenommen, um die Räumlichkeiten im Gebäude und die Außenanlagen weiter auf Vordermann zu bringen. Voraussetzung dafür war, dass man sich mit Eigentümer Clemens Dorfner auf einen neuen Pachtvertrag mit längerer Laufzeit einigen konnte.

Der Erstvertrag vom 2. November 2007 wäre 2027 abgelaufen - ein aus Sicht des Vereins zu kurzer Zeitraum, um Investitionen dieser Größenordnung zu schultern. Der alte beinhaltete überdies die Nutzung von Räumlichkeiten im Pflegschloss selbst, die der neue Kontrakt nicht mehr vorsieht. Dieser sichert dem Verein für die nächsten 30 Jahre die Nutzung der Mälzerei und des Vorplatzes.

Erste Maßnahme, die schon in den nächsten Wochen angegangen werden soll, ist der Bau einer festen Bühne. Sie wird eine Breite von 26 und eine Tiefe von sechs Metern haben. Dafür kalkuliert man mit rund 14 000 Euro. Vorsitzender Hans Drexler und sein Stellvertreter Alfred Härtl lassen keinen Zweifel an der Notwendigkeit des Projektes. Sie verweisen darauf, dass jeder Auf- und Abbau der schweren beweglichen Bühnenelemente stets mit immensem Arbeits- und Zeitaufwand verbunden gewesen sei. Die Bühne werde nicht mehr nur für die Festspielaufführungen genutzt. Zwischenzeitlich finden auf ihr regelmäßig andere Veranstaltungen statt. So war die Bühne im Juli Schauplatz der Schulfestspiele der Grund- und Mittelschule und der Sommerserenade des Gesangvereins.

Neue Bühne noch heuer


Alljährlich führt die Kolping-Theatergruppe zum Finale des "Lebendigen Adventskalenders" im Schlosshof die Herbergssuche auf. Wenn alles klappt, soll das Krippenspiel heuer bereits auf der neuen Bühne stattfinden. Ergänzend wies Drexler darauf hin, dass das Festspiel-Areal 2017 an Christi Himmelfahrt (25. Mai) einer der zehn Bühnenorte beim "Dousamma"-Festivals sein wird. Am 21. Juli 2017 tritt dann die Schauspielgruppe des Vereins bei der Premiere des nächsten Festspielstückls "Der Heldenstammtisch" erstmals öffentlich auf der fest installierten Bühne auf. Diese soll höhere Stufen erhalten und etwa 430 Besucher fassen. Unter der Tribüne soll eine Toilettenanlage eingebaut werden.
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