Für Ausstellung von Hirschauer Steingut noch Exponate gesucht
Heiß begehrt: Blumenübertöpfe

Kultur
Hirschau
10.09.2016
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Von 1826 bis 1956 währte die Ära der Hirschauer Steingutfabriken. Aus deren 130-jähriger Geschichte sind nur wenige Namen von Designern bekannt. Neben der international renommierten Eva Striker-Zeisel dürfte Siegfried Möller der wichtigste gewesen sein. Ihm ist eine Ausstellung gewidmet, die am Sonntag, 18. Oktober, eröffnet wird.

Hirscha. (u) Initiator und Organisator der Schau ist der Kunstpädagoge Michael Popp. Unter seiner Regie wird die Ausstellung über den namhaften Künstler vorbereitet, der von 1923 bis 1926 in der er Steingutfabrik für hervorragende Entwürfe stand. Die an dem Projekt beteiligten Sammler und Experten können die Vielfalt der Entwürfe von Siegfried Möller für Hirschau ziemlich vollständig durch Originalobjekte belegen.

Was bisher aber gänzlich fehlt, noch nirgends aufgetaucht ist, sind eine bestimmte Art von Blumenübertöpfen und eine runde Deckeldose, wie sie in damaligen Publikationen abgebildet waren. Die Abbildungen sind dem Katalog aus dem Jahr 1928 entnommen, der von der aus Hirschau stammenden und heute in Amberg lebenden Familie Siegert zur Verfügung gestellt wurde und den Experten eine wertvolle Hilfe war.

Die Blumenübertöpfe tragen blattartige Ornamente und sind knapp unter dem oberen Rand durchbrochen. Bernhard Siepen, der Keramikfachmann der 1920er-Jahre, schrieb 1924: "Es sind die schönsten Blumentopfhüllen, die ich kenne." Michael Popp hat die Hoffnung, dass sich in irgendeinem Hirschauer Haushalt oder in Amberg und Umgebung noch eines dieser wertvollen Exemplare befindet - ob in der Vitrine, auf dem Dachboden oder im Keller. Für die Gestaltung der Ausstellung wäre ein solches Exponat das i-Tüpfelchen.

Sollte jemand solche Teile finden, bittet Michael Popp, sich mit ihm in Verbindung zu setzen. Zunächst geht es nur darum, das Objekt für die Dauer der Ausstellung als Leihgabe zur Verfügung zu stellen. Als Belohnung erhält der Leihgeber einen Gratiskatalog. Die Kontaktaufnahme ist möglich mit Michael Popp (Rosengartenweg 9, 90451 Nürnberg, oder Hauptstraße 56, 92242 Hirschau, 0911/64 67 90, m.popp@popp-und-partner.de).

Die Ausstellung, die Popp in Zusammenarbeit mit dem Festspielverein veranstaltet, ist erstmals am Sonntag, 18. September, ab 15 Uhr in der Alten Mälzerei beim Pflegschloss geöffnet, dann bis zum 27. November jeweils sonntags von 15 bis 17.30 Uhr.
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