Gemischter Chor des Gesangvereins 1860 Hirschau gibt Sommerserenade im BRK-Seniorenheim St. ...
Froh zu sein bedarf es Lieder

Mit seiner Sommerserenade bereitete der Gemischte Chor des Gesangvereins 1860, dirigiert von Jana Müller (links), den Bewohnern des BRK-Seniorenheims, ihren Angehörigen und Freunden einen gelungenen Abend. Hans Meindl (hinten, Dritter von rechts) lockerte die Veranstaltung mit heiter-nachdenklichen Geschichten auf. Bild: u
Kultur
Hirschau
06.08.2016
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Ein heuer so seltener lauer Sommerabend, eine gepflegte Gartenanlage und ein engagierter Chor, der mit seiner Liederauswahl Stimmung und Geschmack seines Publikums trifft - bessere Bedingungen für eine Sommerserenade kann es nicht geben.

Sie alle wurden von den bestens aufgelegten Sängern mit dem Kanon "Froh zu sein bedarf es wenig" begrüßt. Genau dieses Lied hörten Elsa Bergmann und ihr beinamputierter Mann am Schluss in der von Hans Meindl vorgetragenen, anrührenden Kurzgeschichte "Die Hoffnung stirbt zuletzt". Die Frau schämte sich, nach einem Oberschenkelhalsbruch auf die Hilfe ihres beinamputierten Mannes angewiesen zu sein. Er spendete ihr Trost: "Wir haben uns und wir werden einander immer stützen. Du mich. Ich dich." Beim Hören des aus den nahen Gärten klingenden Liedes "Froh zu sein ..." kamen sie zur Einsicht, dass das Leben ihnen noch viele schöne Augenblicke bieten wird und die Hoffnung zuletzt stirbt.

Auf diese Geschichte folgten das deutsche Volkslied "Die Gedanken sind frei", Beethovens "Freude schöner Götterfunken" und die von Lorenz Maierhofer heiter arrangierte Mozart-Komposition "Uns're kleine Nachtmusik". Zum Repertoire gehörten das Stück "Sing a song", das irische Volkslied "Lang ist es her", der Jodler "Hätt i di" und Hubert von Goiserns "Weit, weit weg".

Zum Schmunzeln wie zum Nachdenken regte Hans Meindl mit der Geschichte "Zu alt?" an. Das Fazit der betagten, mit einem Smartphone hantierenden Dame lautete: "Zu alt kann man im Leben nie sein. Höchstens zu träge."

Da das Singen eine der Lieblingsbeschäftigungen der Senioren ist, stimmte der Chor mit "Kein schöner Land in dieser Zeit", "Wenn alle Brünnlein fließen", "Wahre Freundschaft" und "Guten Abend, gute Nacht" Lieder an, in die alle kräftig einstimmen konnten.

Den Chormitgliedern war es dann ein Anliegen, persönlichen Kontakt zu den Senioren aufzunehmen. Bewohner, Heimpersonal, Gäste und Chormitglieder nutzten die Gelegenheit, bei Frischgetränken, selbstgemixtem Hugo mit und ohne Alkohol sowie Zwiebelkuchen gemütlich miteinander zu plaudern.
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