580 963 Euro hat sie gekostet, die neue Drehleiter der Feuerwehr Hirschau. Bürgermeister Hermann Falk brachte es bei der Einweihung auf den Punkt: "Das neue Fahrzeug ist eine gute Investition in die Sicherheit der Bürger. Nur mit modernstem Equipment kann die Wehr ihre Aufgaben schnell, effektiv und mit Erfolg erledigen."
Drehleiter hebt Sicherheit an

Großer Fest- und Freudentag für die Hirschauer Feuerwehr: Im Beisein zahlreicher Ehrengäste, der kompletten Aktiven-Mannschaft sowie Vertretern der Orts- und Nachbarwehren wurde das neue Drehleiterfahrzeug offiziell übergeben. Pfarrer Hans-Peter Bergmann spendete ihm den Segen. Bild: u
Lokales
Hirschau
20.04.2015
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(u) Bei der offiziellen Übergabe im Feuerwehrhof nannte Vorsitzender Michael Schuminetz einige Gründen dafür, warum die 31 Jahre alte Drehleiter durch eine neue ersetzt werden musste. So brauche man sie, um auch die Bewohner in den oberen Stockwerken der Hochhäuser im Brandfall retten zu können. Auch wegen der Inbetriebnahme der integrierten Leitstelle und einer neuen taktischen Ausrichtung der Wehren sei die Anschaffung geboten gewesen. Außerdem habe das alte Fahrzeug enorme Wartungs- und Reparaturkosten verursacht.

Die kirchliche Segnung nahm Pfarrer Hans-Peter Bergmann vor. Er sah in einem derartigen Fahrzeug ein Traumspielzeug für jeden Jungen. Die Feuerwehrleute wollten aber nicht spielen, sondern helfen. Mit Verweis auf Jakobs Traum von der Himmelsleiter machte er deutlich, dass Rettung für die Menschen letztlich nur "von oben her, durch Gott möglich" sei. Jakobs Bitte, gesund und in Frieden wieder heimzukehren, sei auf die Feuerwehrleute ummünzen.

Den Schlüssel übergeben

Bürgermeister Hermann Falk unterstrich die Bedeutung der Feuerwehr für die Infrastruktur der Stadt. Um einsatzfähig und schlagkräftig zu sein, brauche man eine moderne, funktionierende Ausstattung. Er dankte den Feuerwehrleuten für ihre ehrenamtliche und oft gefährliche Tätigkeit. "Ihr geht für uns durchs Feuer. Ihr seid die, die da reinlaufen, wo die anderen herauslaufen", meinte er, ehe er den Fahrzeugschlüssel an Kommandant Sebastian Jasinsky überreichte.

"Ein echter Kraftakt"

Nach Meinung von Kreisbrandrat Fredi Weiß sei die Anschaffung des Drehleiterfahrzeugs ein "echter Kraftakt" gewesen. Dank gebühre vor allem der Stadt Hirschau für die Bereitschaft, eine beachtliche Summe in die Sicherheit ihrer eigenen Bürger und der des östlichen Landkreises aufzubringen.

In zwei Jahren könne die Hirschauer Wehr ihr 150-jähriges Bestehen feiern. Dies sei gleichbedeutend mit 150 Jahren Dienst am Menschen. Bei der Hirschauer Wehr passten sowohl die technische Ausrüstung als auch die Kameradschaft. Landrat Richard Reisinger, für seine kurzen, pointierten Grußworte bekannte, stellte dann wohl einen Grußwortrekord auf: "Meine Vorredner haben alles gesagt, was es zu sagen gibt."
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