Aber statt den Vilseckern fahren die Hirschauer - Oberpfälzer Heimat- und Volkstrachtenvereine ...
Nächstes Jahr wieder beim Oktoberfest-Zug

Zur Gauversammlung der Oberpfälzer Heimat- und Volkstrachtenvereine kamen neben den Vereinsfunktionären auch Vertreter aus der Kommunalpolitik (von links): Bürgermeister Hermann Falk, stellvertretender Gauverbandsvorsitzender Alfred Kerschner, Bezirksheimatpfleger Tobias Appl, stellvertretende Landrätin Brigitte Bachmann, Bezirksheimatpfleger Hans Wax, der Hirschauer Heimat- und Trachtenvereinsvorsitzende Franz Dolles und der Gauvorsitzende Erich Tahedl. Bild: u
Lokales
Hirschau
17.11.2015
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"Die Besinnung auf Traditionen, Brauchtum und Heimat ist wichtig in unserer schnelllebigen Zeit. Die Heimat- und Trachtenvereine leisten wertvolle Arbeit auf diesem Gebiet!" Wie richtig dieser Satz des Hirschauer Bürgermeisters Hermann Falk ist, zeigte eindrucksvoll die Versammlung des Gauverbandes Oberpfalz der Heimat- und Volkstrachtenvereine im Sportpark.

Laut Gauvorsitzendem Erich Tahedl (Regensburg) gehören dem Gauverband zehn Vereine mit rund 1830 Mitgliedern an. Die Zahlen seien stabil, dennoch sei nicht alles rosig. Vor allem werde es immer schwieriger, die Mitglieder zur Teilnahme an Aktivitäten zu bewegen und zur Übernahme von Ämtern zu gewinnen. Als herausragende Veranstaltungen nannten Tahedl und sein Stellvertreter Alfred Kerschner (Wackersdorf) im Rückblick das Gauzeltlager, das Internationale Folklorefestival in Pilsen und das Jubiläumsgaufest "125 Jahre Gauverband I" in Rosenheim. 2016 werde der Gauverband am 3./4. September beim Gredinger Trachtenmarkt den Stand des Bayerischen Trachtenverbandes betreuen und das Rahmenprogramm gestalten. Beim Oktoberfestzug werde der Gauverband durch den Trachtenverein Wiesau vertreten sein.

Die Aktivitäten des Trachtlernachwuchses zeigte Jugendleiterin Sonja Tofolini (Amberg) auf. Zusammen mit dem Roten Kreuz habe man im Mai in Regensburg einen Erste-Hilfe-Kurs am Kind durchgeführt. Der Gaujugendtag im Juni in Regensburg sei ein Erfolg gewesen, ebenso das Zeltlager Anfang August in Grafenwöhr und das Erntedank-Wochenende am 9./10. November in Holzhausen. Das Zeltlager und das vom Gauverband gesponserte Zimmer in Holzhausen, so Jugendschatzmeisterin Eva Ries (Hirschau), seien die größten Ausgaben aus der Gaujugendkasse gewesen.

Gertraud Kerschner, Sprecherin des Sachausschusses Trachtenkunde, berichtete von einem zweieinhalbtägigen Trachtenlaiberl-Nähkurs, an dem in Hirschau unter Leitung von Schneidermeister Eduard Niedersteiner fünf Frauen teilnahmen. Für den Sachausschuss Volkstanz ließ Peter Fink (Hirschau) das Internationale Folklorefestival in Pilsen Revue passieren. Saskia Krügelstein, Sprecherin des Ausschusses Volksmusik und Gesang, kündigte für 2016 einen Kindertag mit Musik und Tanz an. Peter Meier (Schnaittenbach) vom Ausschuss Mundart/Brauchtum/Laienspiel nannte als besondere Veranstaltung den nachmittäglichen Vortrag von Gisela Haußner vom Donaugau-Trachtenverband zum Thema "Gebilde- und Brauchtumsbäckerei im kirchlichen Jahreskreis".

Der Hirschauer Bürgermeister Hermann Falk war voll des Lobes über das ehrenamtliche Engagement der Trachtler. Es sei von großem gesellschaftlichem Wert. Die aus Nordrhein-Westfalen stammende stellvertretende Landrätin Brigitte Bachmann wollte da nicht nachstehen. Sie lebe seit 30 Jahren in der Oberpfalz. In dieser Zeit sei ihr die Bedeutung von Tradition und Brauchtum längst bewusst geworden.
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