Adventskalender macht lebendig

Lokales
Hirschau
04.12.2015
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Ganz im Zeichen des lebendigen Adventskalenders steht derzeit Abend für Abend die Hirschauer Innenstadt. 23 verhüllte Schaufenster, hinter denen sich vorweihnachtliche Motive verbergen, wurden zu Adventstürchen umfunktioniert. Sie alle warten darauf, bis 23. Dezember geöffnet zu werden.

"Post für Papa" stand auf dem Plakat hinter der vor dem Ostgiebel des Rathauses aufgebauten Bühne - in Anspielung auf den aus Hirschau stammenden Christbaum für Papst Franziskus. Den rund 70 Besuchern, die der Nieselregen nicht abschreckte, boten die Herzensblecher einen feierlichen musikalischen Auftakt auf. Das Bläser-Sextett intonierte mit "Tollite Hostias" den Schlusschor aus dem Oratorio de Noel von Camille Saint-Saens.

Hand in Hand

Bürgermeister Hermann Falk erinnerte an das harmonische Miteinander der Städte Hirschau und Schnaittenbach sowie der Gemeinde Freudenberg in Sachen Papst-Christbaum. Dieses "Hand in Hand" stecke auch in der Idee des lebendigen Adventskalenders. Viele ineinander greifende Zahnräder müssten laufen, damit die Fensterlgänger jeden Abend ein paar angenehme Stunden miteinander verbringen können. Besonderer Dank galt dem Gewerbeverband mit seinem Vorsitzenden Alfred Härtl, der seit 15 Jahren die Idee Josef Dobmeyers in die Tat umsetze, aber auch den Mitgliedern des Heimat- und Trachtenvereins für Glühwein und Bratwürstln.

Ein wichtiger Beitrag

Zum Adventskalender gehörten Abend für Abend kreativ gestaltete Fenster und ein anspruchsvolles Programm mit Musik, Wort und Spiel. Die Organisation der Fenster und Gruppen habe Brunhilde Fehlner zum letzten Mal übernommen, was Falk bedauerte. In den vergangenen 13 Jahren habe sie sehr viel geleistet. Der Bürgermeister hofft, dass sich für diese Aufgabe wieder jemand findet, damit der Adventskalender weiterleben kann. Er sei längst ein wichtiger Beitrag für die Lebendigkeit der Stadt und ihrer Bewohner. Die 23 bevorstehenden Abende böten die Gelegenheit, an die Mitmenschen ein freundliches, gutes, tröstliches und adventliches Wort zu verlieren.

Zwischen Beiträgen der Herzensblecher trug Falk die Weihnachtsgeschichte vom unglücklichen Engel vor. Den Reigen der Ansprachen beschloss Alfred Härtl. Sein Dank galt allen Geschäftsleuten, die ihre Fenster für diesen Zweck zur Verfügung stellen und allen Mitwirkenden. Wie schon Bürgermeister Falk lobte er das Engagement von Brunhilde Fehlner sowie das der Trachtenvereinsmitglieder und von Inge Sommerer. Er wies auf die Spendenbox hin, die den lebendigen Adventskalender begleitet. Deren Inhalt ist für die Ellen-Galle-Direkthilfen Rainbow Center und Schule Dragatown zugunsten von Tsunami-Waisen und Straßenkindern in Sri Lanka bestimmt.

Nach Beendigung des offiziellen Teils nutzten die Besucher die Gelegenheit zum Plaudern. Sie stärkten sich an den vom Trachtenverein betreuten Verpflegungsständen.
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