Ana-Maria Hummel aus Hirschau 80 Jahre alt - Im Banat (Rumänien) geboren
In neuer Heimat gut eingelebt

Bürgermeister Hermann Falk gratulierte Ana-Maria Hummel zum 80. Geburtstag. Bild: hfz
Lokales
Hirschau
14.11.2015
9
0
Im Kreise ihre Familie feierte Ana-Maria Hummel aus Hirschau 80. Geburtstag. Bürgermeister Hermann Falk überreichte ihr im Namen der Stadt einen Geschenkgutschein und eine Urkunde.

Als Ana-Maria Klein wurde die Jubilarin nahe der Grenze zu Ungarn und Jugoslawien in der Stadt Hatzfeld im Banat, dem überwiegend deutschsprachigen Teil Rumäniens, geboren. Sie besuchte die deutsche Schule in Hatzfeld, die während des Krieges aufgelöst wurde. Mit 15 Jahren begann sie eine Arbeit in einer großen Ziegelei, die sie bis zum Eintritt ins Rentenalter ausübte. In ihrer Heimatstadt lernte sie auch ihren Mann Peter Hummel kennen. Er war als gelernter Schlosser bei der Post für das Aufstellen und Montieren der Lautsprecher zuständig, die in der Zeit des Kommunismus die Bevölkerung mit Parolen versorgten. Genau vor ihrem Elternhaus wurde solch ein Mast aufgestellt, und von dort oben sah er seine Ana-Maria zum ersten Mal. 1955 heirateten die beiden. "Mein Mann wollte immer eine große Kinderschar", erzählt die Jubilarin - das Ergebnis waren vier Töchter und zwei Söhne, die mit sieben Enkeln und einem Urenkel der Mutter und Oma gratulierten.

Als sich die wirtschaftliche und politische Situation in Rumänien immer mehr verschlechterte, übersiedelten Anfang der 1980er-Jahre ihre Kinder nach Deutschland, während sie und ihr Mann als letzte der Familie 1990 in der neuen Heimat ankamen. Die erste Bleibe war zusammen mit mehreren anderen Ausreisenden in der damaligen Pension Schmalzl in Ehenfeld. Bald darauf zogen beide nach Hirschau in den Birkenweg. Seit 2000 wohnt sie bei Tochter und Schwiegersohn in deren neu erbautem Heim in der Heidenau. 2008 verstarb ihr Ehemann.

Seit einiger Zeit ist sie bei ihren Ausflügen in die Stadt auf einen Rollator angewiesen. Dass die geistig rüstige Jubilarin am Geschehen ihrer neuen Heimat Anteil nimmt, zeigte sich im Gespräch mit dem Bürgermeister. Sie lobte die neu ausgebaute Innenstadt, bemängelte aber gleichzeitig die zu nah parkenden Fahrzeuge in Richtung der Bürgersteige.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2015 (9610)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.