Anderswo kämpfen Trachtenvereine mit einem Mitgliederschwund, ja zum Teil ums Überleben. Dagegen präsentieren sich die Hirschauer Trachtler unter Führung von Franz Dolles als Aktivposten mit sogar leicht steigenden
Gegen den Trend mehr Mitglieder

Der Heimat- und Trachtenverein wählte einen neuen Vorstand (von links): Alfred Naber, Michael Meier, Silke Dolles, Anna Maria Steinl, Angela Schreiner, Martina Dolles, Ingrid Naber, Susanne Fehlner-Dobmeyer, Martina Krös, Kerstin Meyer, Brunhilde Fehlner, Eva Ries, Vorsitzender Franz Dolles, Beate Dietrich und 3. Bürgermeister Peter Leitsoni. Bild: u
Lokales
Hirschau
25.03.2015
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Mitgliederzahlen.

(u) Bei der Jahreshauptversammlung im Sportpark wurde Dolles einstimmig als Vorsitzender bestätigt. Ebenso einmütig fiel das Votum für seinen neuen Stellvertreter Michael Meier aus. Er tritt die Nachfolge von Alfred Naber an, der nicht mehr zur Verfügung stand.

194 Mitglieder

Der Arbeitsbericht von Dolles machte deutlich, dass das Veranstaltungsangebot, das den 194 Mitgliedern - unter ihnen 32 Kinder und Jugendliche - im vergangenen Jahr geboten wurde, kaum mehr steigerbar ist. Von Wanderungen, Teilnahme an der Kegel-Stadtmeisterschaft, der Besichtigung der Jurawerkstätten und der Beteiligung am Weihnachtsmarkt bis zum Vereinsfest im Schlossgarten, dem Besuch der Landesgartenschau, dem Ausflug ins Salzkammergut und dem Tanzauftritt beim Buchbergfest wurde eine Fülle an Aktivitäten geboten. Höhepunkt war der einwöchige Besuch von 23 australischen Trachtlern. Ende März bricht eine fünfköpfige Hirschauer Delegation nach Australien auf und nimmt am dortigen Volkstanzfest teil. Zeit- und arbeitsaufwändigste Veranstaltung war der Lebendige Adventskalender.

Für Unmut sorgte bei den Mitgliedern die Mitteilung, dass die Gema für die Adventfensteraktionen der Jahre 2010 bis 2013 rückwirkend Gebühren in Höhe von 3600 Euro in Rechnung gestellt hatte. Nach intensiven Verhandlungen wurde der Betrag auf 1600 Euro reduziert. Der Vorstand wog ab, so Dolles, ob man unter diesen Umständen die Veranstaltungsreihe 2014 überhaupt ausrichten solle. Der Verein habe alle teilnehmenden Gruppen gebeten, möglichst nur gemeinfreie Stücke aufzuführen, und eine Liste der Stücke der Gema zugeleitet. Mit den Gebühren von 230 Euro könne man leben.

Von vielen Aktivitäten berichtete auch Jugendleiterin Martina Dolles. Osternester-Basteln und Wandern standen genauso auf dem Programm wie Tanzauftritte, das Nähen von Filztaschen, der Fackeltanz beim Adventsfenster, die Gestaltung eines Kirwa-Gottesdienstes sowie Weihnachtsfeier und Familienausflug. Mit Bedauern nahm die Versammlung zur Kenntnis, dass Dolles nicht mehr für das Jugendleiteramt zur Verfügung steht. Laut Vortänzerin Eva Ries trafen sich die Trachtenzwergerln zu 16 Tanzproben, die Jugend- und Erwachsenengruppe zu 22. Man absolvierte Tanzauftritte bei Hirschauer Abend der CSU, Frühjahrsmarkt, Jura-Gartenfest, Vereinsgartenfest und in Seniorenheimen in Amberg. Ihr Dank galt den Musikanten für die Unterstützung bei den Proben.

In schlechtem Zustand

Lobende Worte für die Arbeit der Trachtler fand 3. Bürgermeister Peter Leitsoni. Einen städtischen Zuschuss erhofft sich der Verein für die Restaurierung beziehungsweise Neuanschaffung der Vereinsfahne und des Totenbandes. Beide seien in einem schlechten Zustand. Der Vorstand wurde ermächtigt, einen Kostenvoranschlag einzuholen. Franz Dolles wies darauf hin, dass alle Personen, die im Verein mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, ein Führungszeugnis benötigen. Der Gauverband habe dafür ein Formular erarbeitet.

Dankesworte richtete Dolles an seinen bisherigen Stellvertreter Alfred Naber, stellvertretende Schriftführerin Waltraud Lorenz und Jugendleiterin Martina Dolles, die nicht mehr kandidierten, für ihre vorbildliche Mitarbeit in teilweise mehr als 20 Vereinsjahren.
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