Asylbewerber lernen alten deutschen Brauch kennen
"Ich heiße Nikolaus"

Lehrer Michael Meindl durfte den Bischofsstab halten, als der Nikolaus sich den Flüchtlingen auf Deutsch vorstellte. Bild: ind
Lokales
Hirschau
10.12.2014
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Mit deutlicher Aussprache stellte sich der heilige Mann vor: "Ich heiße Nikolaus." Zuvor hatte er mit seinem Bischofsstab kräftig an die Tür des Klassenzimmers der Hirschauer Schule geklopft, in dem Michael Meindl den Deutschunterricht für Asylbewerber hielt.

Überall begegnet derzeit den Menschen, die bei uns eine Heimat suchen, der Nikolaus: in den Kaufhäusern, den Schaufenstern, als Schokofigur oder auf den Weihnachtsmärkten. Der Nikolaus im Deutschunterricht hatte sich vorgenommen, den Flüchtlingen den beliebten Brauch in ihrem Gastland zu erklären. "Ich lebte vor 1700 Jahren in der Türkei, in Myra. Es gab viele arme Menschen dort, die manchmal sogar ihre Kinder verkaufen mussten. Ich selbst war reich und konnte helfen. Nachts brachte ich Geld zu den armen Menschen. Diesen schönen Brauch des Schenkens haben wir bis heute weitergeführt." Anschließend verteilte der Nikolaus kleine Geschenke.
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