Auf Tugend und Tradition achten

Der Wenzelkreis feierte im Schlosskeller sein 25-jähriges Bestehen. Ein Höhepunkt des Festabends war die Ehrung von Mitgliedern, die dem Verein seit 20 Jahren die Treue halten (vorne von links): Annemarie Steinl, Gründungsmitglied Franz Daller, Edeltraud Gebel, Marille Scholz, Martina Maier und Marianne Mendl sowie (hinten von links) Reinhard Gebel, Vorsitzender Hans Maier und Bürgermeister Hermann Falk. Bild: u
Lokales
Hirschau
27.09.2014
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"Auf dem Weg des Fortschritts sind leider manchmal einst selbstverständliche Begriffe wie Höflichkeit, Respekt, und das Bewusstsein, Teil einer Gemeinschaft zu sein, verloren gegangen", bedauerte Bürgermeister Hermann Falk bei der Jubiläumsfeier des Wenzelskreises. Mit seiner Brauchtumspflege erhalte dieser traditionelle Lebensmuster bis heute.

Mit einem Gedenken am großen Kreuz im Friedhof und einem gemütlichen Beisammensein im historischen Keller des Schloss-Hotels feierten die Mitglieder das 25-jährige Bestehen ihres Vereins. Höhepunkte der Jubiläumsfeier waren Ehrungen langjähriger Mitglieder und die Rückschau von Schriftführerin Annemarie Steinl. Einen Glücksgriff hatte man mit der Verpflichtung von Franz und Ingrid Gehricke getan. Die "Blechernen Sait'n", alias Ingrid und Franz Gehricke, strapazierten mit ihren von Humor gewürzten Musik- und Gesangsstücken die Lachmuskeln der Gäste.

Zwei Gründungsmitglieder

Bei seiner Begrüßung im Schlosskeller freute sich Vorsitzender Hans Maier darüber, dass auch Bürgermeister Hermann Falk und eine starke Abordnung des Oberpfälzer Waldvereins Kohlberg mit dem Vorsitzenden Markus Müller der Einladung gefolgt waren. Ein Extra-Willkommen galt zudem den beiden Gründungsmitgliedern Franz Daller und Sepp Strobl.

Falk überbrachte Glückwünsche der Stadt und dankte dem Verein für die Erhaltung von Tradition und Brauchtum. Die Lebensbedingungen hätten sich seit der Gründung sehr verändert. Das Leben sei in vielfacher Hinsicht sicherer und bequemer geworden, aber auch schneller und komplizierter. Der Verein sei Garant dafür, dass das damalige Lebensgefühl und das Miteinander nicht verloren gehen.

Ein Kulturträger

Die immer noch amtierende Wenzelin Marianne Mendl sei ein Paradebeispiel für dieses Lebensgefühl. Sie verkörpere das, was der Wenzelkreis wolle und lebe. Falk bezeichnete den Verein als "sehr wichtigen Kulturträger in und für die Stadt Hirschau". Die Mitglieder ermunterte er, weiter zu zeigen, dass Tugend und Respekt, Brauchtum und Tradition für das Gemeinschaftsleben wichtig sind.

Seit 15 Jahren

Mit herzlichen Worten bedankte sich Vorsitzender Maier beim OWV Kohlberg für die seit 15 Jahren andauernde Freundschaft. Um deren Pflege hätten sich vor allem Hans Bock und seine Frau verdient gemacht. OWV-Vorsitzender Markus Müller betonte, dass ein Verein nicht nur aus "Machern" bestehen könne. Er brauche auch die Unterstützung durch Mitglieder und Freunde, wie es beim Wenzelkreis der Fall sei.

Der stellvertretenden Vorsitzenden Marianne Mendl und Schriftführerin Annemarie Steinl fiel die Aufgabe zu, Mitglieder für 20-jährige Zugehörigkeit zu ehren. Sie überreichten Urkunden an Marille Scholz, Martina Maier, Edeltraud und Reinhard Gebel. Mendl selbst bekam die Urkunde vom Bürgermeister. Manfred Flierl, Hubert Stein und Erich Markert konnten nicht dabei sein.

Aus der Geschichte

Bevor man zum gemütlichen Teil überging, ließ Schriftführerin Steinl die Geschichte des Vereins, dessen Wurzeln eigentlich bis ins Jahr 1960 zurückreichen, Revue passieren.
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