Aus der Sommer- wurde eine Altweibersommerserenade. Es waren witterungsbedingte Gründe, die den veranstaltenden Gesangverein 1860 dazu veranlassten, diesen Höhepunkt im Hirschauer Kulturgeschehen in den Herbst zu verlegen.
Genuss auch im Altweibersommer

Glänzend disponiert präsentierte sich bei der Serenade der gemischte Chor des Gesangvereins 1860 Hirschau unter Leitung von Jana Müller (links), am E-Piano begleitet von Roman Podokschik (sitzend). Bilder: u (2)
Lokales
Hirschau
06.11.2014
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(u) Eigentlich hätte die Sommerserenade im Juli im Schlosshof vor den Festspieltribünen sein sollen. Allerdings machte damals das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Zur Freude all derer, die unterhaltsamen und anspruchsvollen Gesang zu schätzen wissen, wurde sie nun nachgeholt - allerdings nicht unter freiem Himmel, sondern in der Aula der Grund- und Mittelschule.

Mit der Wahl des Veranstaltungsortes hatte der Gesangverein einen Glücksgriff getan. Die Akustik erwies sich zur Freude der 150 Besucher und der beteiligten Gruppen als optimal. Ob der gastgebende gemischte Chor des Gesangvereins, der Monte-Chor oder die Gruppe "G'soucht und g'funa" - sie alle wurden für ihre ausgezeichneten Darbietungen vom Publikum mit reichlich Beifall belohnt. Durch das Programm führte Peter Butschek vom Gesangverein.

Von Roman Podokschik am E-Piano begleitet, eröffnete der von Jana Müller dirigierte gemischte Chor die Veranstaltung mit dem Lied "Zur Begrüßung" aus Mozarts Zauberflöte. Beschwingt und harmonisch präsentierte das Ensemble Monty Pythons "Always look on the bright side of life", "Diese flotte Melodie" von Dieter Frommlet - eine Anleihe bei Glenn Millers Welthit "American patrol" - und den Abba-Hit "Waterloo".

Die sechsköpfige Gruppe "G'soucht und g'funa", die sich der oberpfälzischen und fränkischen Wirtshaus- und Tanzbodenmusik verschrieben hat, begeisterte das Publikum unter Leitung von Saskia Krügelstein mit volkstümlicher Kirwamusi. Zum Repertoire gehörten Märsche und Walzer genauso wie einige Zwiefache. Immer wieder begleitete das Publikum die beschwingten Beiträge der Gruppe mit rhythmischem Klatschen.

Den Monte-Chor, einen Projektchor mit Sängern aus Ehenfeld-Hirschau und Freudenberg-Schnaittenbach, stellte Klaus Scholz (Freudenberg) vor. Dirigiert von Saskia Krügelstein, gaben die Männer ihr Bestes. Harmonisch im Klang und sicher in den Tönen, erfreuten sie mit den Stücken "Schwinge dich auf, mein Lied" von Othmar Kist, "Musik erfüllt die Welt" von Walter Schneider und "Ich bin ein Jäger, rasch und flink" von Josef Toni Dillenkofer. Unter Leitung von Otto Meier präsentierte der Chor traditionelles Liedgut wie "Lustig Ihr Brüder" von Othmas Kist, das Volkslied "Bajazzo" und "Abendfrieden" von Hildegard Eckehardt.

Abgerundet wurde die gelungene Veranstaltung vom bestens disponierten gemischten Chor mit den Liedern "Strangers in the night" von Bert Kaempfert, "I don't know, how to love him" von Andrew Lloyd Webber sowie "Weit, weit weg" von Hubert von Goisern. Mit dem Jodler "Hät i di, hob i di" aus der Steiermark setzte der Chor einen originellen Schlusspunkt. Mit dem Lied "Zum Abschied" aus der Zauberflöte wurden die Besucher nach 90 Minuten in die Nacht entlassen. Dankbarer Applaus belohnte die Sänger und Musikanten für das eindrucksvolle Gesangs- und Musikerlebnis.
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